Donnerstag, 27. Dezember 2012

Und das Wort ist Fleisch geworden – hl. Johannes, der Evangelist

Das Stundenbuch nennt Johannes, den Evangelisten, Jungfrau und er wird mit anderen jungfräulichen Heiligen auch in der Allerheiligenlitanei bei der Weihe angerufen. Wie der hl. Stephanus Vorbild der Märtyrer genannt werden kann, so kann es der hl. Johannes, der Evangelist, für die Jungfrauen. Beide gehören zu den Festen der Gefährten Christi. In der Tat nennt die Kirche nach dem Martyrium die Jungfräulichkeit das edelste und beherzteste Opfer, das man Gott darbringen kann. Das Wort Herz in „beherzt“ wirft ein klares Licht darauf, worin diese Opfer ihren Ursprung haben – in der Liebe zu Christus und seiner Kirche.

Unter den Jüngern Christi werden zwei erwähnt, denen er offenbar besonders zugewandt war: Petrus, der Märtyrer, und Johannes, der jungfräuliche Apostel, der Jünger, den er liebte. Allein dieser einfache Satz läßt den Heiligen verehrungswürdig erscheinen. Liest man seine Schriften, wird einem von Jahr zu Jahr deutlicher, welchen Schatz der hl. Johannes der Kirche geschenkt hat. Wie äußerst angemessen, daß ihn die Symbolik als Adler darstellt, der pfeilschnell und zielsicher zur Sonne aufsteigt. Oft sind dem Tier oder der Darstellung auch noch die Worte seines wunderbaren Prologs beigegeben: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. … Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Martyrium und Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen sind beide eine Art, dem Wort, das unter uns gewohnt hat, Fleisch zu verleihen.

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