Montag, 5. November 2012

Fragen am Rande

Vor einiger Zeit fragte mich jemand, ob ich, wenn ich am Samstagabend in der Vorabendmesse diene, außerdem am Samstagvormittag ein zweites Mal in die Heilige Messe gehe, um die Samstagsmesse zu „haben“? Grund der Frage war der Wunsch der Kirche, die geweihten Jungfrauen möchten, wenn irgend möglich, täglich die Heilige Messe mitfeiern (es versteht sich, daß es Gegenden auf der Welt gibt, in denen es leider tatsächlich nicht täglich möglich ist. Genau aus diesem Grund soll den geweihten Jungfrauen unter Umständen von ihrem Bischof gestattet werden, das allerheiligste Sakrament bei sich zu Hause zu haben).

Nun, das mache ich nicht, es sei denn auf diesen Samstag fällt ein Hochfest oder Fest, dessen Messe ich sonst nicht mitfeiern könnte, weil am Nachmittag mit der ersten Vesper ja schon der Sonntag beginnt. Ansonsten zähle ich hier ausnahmsweise kalendarisch, denn ich denke, es kommt auf die tägliche Begegnung und Gemeinschaft mit dem Herrn im Sakrament an, nicht etwa darum, Fleißkärtchen zu erwerben.

In meiner reformierten Kindheit hatten die Konfirmanden eine Stempelkarte für den Gottesdienstbesuch am Sonntag. Eine bestimmte Mindestanzahl von Stempeln wurde verlangt (ich glaube, es waren zwei pro Monat), ansonsten konnte man nicht konfirmiert werden. Diese Praxis hat durchaus auch etwas für sich (wenn auch die Konfirmanden während der Predigt auf dem Orgelchor Skat spielten: mein Jesus, Barmherzigkeit!), aber ich denke, fürs ganze Leben und sieben Tage in der Woche brauche ich solche Stempelkarte nicht, denn ich komme aus Liebe und Sehnsucht, an einigermaßen schlechten Tagen auch mal, weil ich soll, nicht aber jedenfalls, um ein bestimmtes Pensum zu erfüllen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie kann ich mir das vorstellen, das allerheiligste Altarsakrament zu Hause? Hat die geweihte Jungfrau dann eine Kapelle mit Tabernakel oder einfach nur einen Tabernakel? Darf sie sich einfach selbst die hl. Kommunion spenden?
Hoffe du kannst mir da helfen.

LG und Gottes Segen & Marien Schutz

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich glaube, das ist verbunden mit einer sogenannten "Privatkapelle", das heißt, ein Raum, der nicht kostbar ausgestattet, aber würdig sein muß. (Einzelheiten regelt das Kirchenrecht). Mit der Möglichkeit, sich die Kommunion selbst zu spenden, wird das eher nicht verbunden sein, es geht um die Möglichkeit der sakramentalen Anbetung.

Anonym hat gesagt…

Achso! Herzlichen Dank!

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