Dienstag, 27. November 2012

Die Gottesmutter in der U-Bahn

Als die S-Bahn am Sonntagabend wieder einmal nicht fuhr, war ich zunächst wenig begeistert. Andererseits hätte ich dann nicht zu später Stunde auf einem U-Bahnhof das hier gesehen:

Ein Riesenbild unterwegs, sah auf den ersten Blick
aus wie die Entschlafung der Gottesmutter
…tatsächlich, jedenfalls die Gottesmutter.
Auf der Rückseite noch ein Madonnenbild. Ah, ja…
Warum hier Sponge Bob und Patrick Star mit drauf sind, konnte, obwohl der sehr nette Künstler selbst anwesend war, wegen sprachlicher Schwierigkeiten leider nicht geklärt werden[1]. Gute Laune hatte ich anschließend trotzdem…
____
[1] (die Bilder sind in der Fuldastraße 12 zu besichtigen, was immer dort sein mag)


Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Die Gottesmutter hat ja früher öfter mal einen Esel als Transportmittel genutzt. Die gehen, wie man weiß, auch nur dann, wenn sie das unbedingt wollen. Heute halt die U-Bahn - das passt doch.

jos.m.betle hat gesagt…

Sehr schöner Bericht. So etwas erlebt man wohl wirklich nur in einer Großstadt.

Unknown hat gesagt…

Die Bilder sind von Ernesto Rodriguez und können im Café Tschüsch besichtigt werden. Auf Zuckerberg gibt's auch ne Seite von ihm. https://www.facebook.com/punk.titeufpunk

Künstlerisch ist er auf den ersten Blick ziemlich gut, theologisch wohl ziemlich fragwürdig. Man kann die Menschwerdung Gottes wohl auch überreizen. Aber nachdenklich machen sie sogar sehr.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ah, danke für den Hinweis! Zu der Zeit die als Eröffnung der Ausstellung genannt wurde, konnte ich nicht. Andererseits hätte ich mich sonst womöglich selbst davon abhalten müssen, auf den ikonographisch verkehrten Heiligenschein mit drei Strahlen hinzuweisen, das wäre sicher taktlos. Ich fand es einfach drollig, wie dieses Riesenbild da durch die Gegend treckte, ich hätte nicht gedacht, daß sowas in die Bahn paßt.

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