Montag, 29. Oktober 2012

Zerbrechliche Gefäße

Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, daß das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. (2 Kor 4,7)
Im alten Japan war es gebräuchlich, den Sprung eines Gefäßes mit einer mit Blattgold versetzten Masse aufzufüllen – eine Technik, die man Kintsugi nennt. Die Japaner waren der Ansicht, daß die Schäden, die etwas im Laufe seiner Geschichte erlitten hatte, den Gegenstand schöner machten. (Ich wünschte, ich hätte das mit dem schönen alten Glas auch machen können, das mir gestern förmlich aus der Hand gesprungen ist).

So erscheint gerade das, was eigentlich einmal ein Mangel war, in den Augen des Betrachters besonders schön und einzigartig. Vielleicht ist es das, was Christus der einzelnen Seele tut.

1 Kommentar:

Huppicke hat gesagt…

Ich kann mich da der Ansicht der Japaner anschließen.
Das zeigt eine Achtung vor der Geschichte eines Gegenstandes, das gefällt mir.

Liebe Grüße,
Huppicke

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