Dienstag, 16. Oktober 2012

Reblog: zur bevorstehenden Heiligsprechung Kateri Tekakwithas

Kateri Tekakwitha, die man auch als die Lilie der Mohawks bezeichnet, ist eine selige Jungfrau der Kirche – eine wahre Mitschwester in der Welt. Ihr Gedenktag war am 17. April.

Kateri Tekakwitha wurde im Jahr 1656 in Ossernenon (dem heutigen Bundesstaat New York) als Tochter einer christlichen Algonquin, die bei den Irokesen in Gefangenschaft geraten war, und eines Häuptlings der Mohawk geboren. Als 1660 fast das gesamte Dorf einer Pockenepidemie zum Opfer fiel, wurde Kateri mit vier Jahren Waise und verlor auch ihren Bruder. Durch die Pockennarben stark entstellt und fast erblindet, zog Kateri schließlich mit der Familie ihres Onkels nach Kahnawake, wo sie zum ersten Mal Priester des Jesuitenordens sah, die man spöttisch als Black Robes (Schwarzröcke) bezeichnete.

Nach einiger Zeit wünschte sich Kateri, getauft zu werden. Sie erduldete deshalb viele Quälereien, vor allem durch ihren Onkel, der die Christen haßte und versuchte, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Am Osterfest 1676 wurde Kateri von dem Jesuiten P. Jaques de Lamberville durch die Taufe in die Kirche aufgenommen und empfing zu Weihnachten 1677 die erste heilige Kommunion. In der Folge wurde sie von ihren Leuten geächtet, verspottet und schwer mißhandelt.

Kateri verweigerte die Heirat, da sie sich als Braut Christi fühlte. Viele Stunden verbrachte sie im Gebet, was zu neuerlichen Quälereien führte. Schließlich gelang es ihr, mit Hilfe von Huronen über eine Strecke von 200 Meilen durch unwegsame Wildnis in das christliche Indianerdorf Sault-Sainte-Marie zu fliehen, wo sie am Fest der Verkündigung des Herrn 1679 das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit ablegte. Kateri wirkte als Katechetin unter den Kindern der Mission des hl. Franz Xaver und pflegte Kranke und Alte. Frühmorgens oder am Abend ging sie zur heiligen Messe. Neben ihrer Sanftheit, Freundlichkeit und ihrem Humor zeichnete sie sich durch große Verehrung für das Allerheiligste und das heilige Kreuz aus.

Am 17. April 1656 starb Kateri Tekakwitha in Caughnawaga in Kanada im Alter von nur 24 Jahren an den Folgen von Tuberkulose, die sie sich wegen ihrer zahlreichen Entbehrungen zugezogen hatte. An ihrer Grabstätte ereigneten sich zahlreiche Wunder.

1884 eröffnete Leo XIII. das Seligsprechungsverfahren für diese erste amerikanische Ureinwohnerin, die 1943 von Pius XII. zur ehrwürdigen Dienerin Gottes erhoben und 1980 von Johannes Paul II. seliggesprochen wurde. Ihre letzten Worte waren: Jesus, ich liebe dich. Auf ihren Grabstein schrieb man:

Onkwe Onwe-ke Katsitsiio Teiotsitsianekaron
(die schönste Blume, die je unter den Indianern erblühte)

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