Montag, 24. September 2012

Nähe und Ferne


Schönes und Tröstliches von Meister Eckhart, den ich leider bisher viel zu wenig beachtet habe:
Der Mensch soll sich in keiner Weise je als fern von Gott ansehen, weder wegen eines Leidens noch wegen einer Schwäche noch wegen irgendetwas sonst. Und wenn dich auch je deine großen Vergehen so weit abtreiben mögen, daß du dich nicht als Gott nahe ansehen könntest, so solltest du doch Gott als dir nahe annehmen. Denn darin liegt ein großes Übel, daß der Mensch sich Gott in die Ferne rückt; denn ob der Mensch nun in der Ferne oder in der Nähe wandle: Gott geht nimmer in die Ferne, er bleibt beständig in der Nähe.
Auf dem Bild Chagalls, das den bezeichnenden Titel Einsamkeit trägt, finde ich die geigenspielende Kuh besonders nett. Hier das einfühlsame Tier nochmal im Detail:

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