Sonntag, 23. September 2012

Ich trage die Zeichen Jesu an meinem Leib − hl. Pio von Pietrelcina

Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. (Gal. 6,14)
Vom Sonntag im Jahreskreis verdrängt wurde heute das Heiligenfest des hl. P. Pio von Pietrelcina, ein noch recht junges Fest im Heiligenkalender.

Im Laufe des Lebens Pater Pios und nach seinem Tode wurde von vielen wundersamen Begebenheiten berichtet. Wie ungeheuer beliebt er gerade in Italien war, ist mir auf Reisen aufgefallen, wo oft sogar an Bauzäunen viele Aufrufe nebeneinander klebten, für die Seligsprechung Pater Pios zu beten.

Mich berührt, wenn ich an P. Pio denke, besonders dies: daß Gott einem einfachen und demütigen Kapuziner in San Giovanni Rotondo die Gnade verliehen hat, über mehr als fünfzig Jahre hinweg seine Wunden zu tragen.

Kommentare:

ultramontanus hat gesagt…

Mich treibt folgende Frage um: Ist es nicht die Aufgabe eines Stigmatisierten, die Tatsache der Stigmatisierung vor der Öffentlichkeit zu verbergen? Kennst du Literaturhinweise zu dieser Frage?

Braut des Lammes hat gesagt…

Nicht wirklich, ich müßte recherchieren. Bei Wunden in den Handflächen ist es mit dem Verbergen wohl schwierig; auch wenn der Stigmatisierte das gerne möchte; P. Pio hat ja schon fingerlose Handschuhe getragen.

Ob es die Aufgabe sei, die Wunden zu verbergen, darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. Es ist eine Gnade, die Gott "einfach so" gewährt. Vielleicht ist es das demütigste, sie einfach hinzunehmen wie den fallenden Regen.

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