Samstag, 29. September 2012

Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen – Fest der hll. Erzengel

Den Herrn, vor dessen Thron die Engel stehen – kommt, wir beten ihn an!  (Invitatorium des Festes der hll. Erzengel Michael, Gabriel und Raphael)

Von der Menschwerdung bis zur Auferstehung ist Jesus Christus von Engeln umgeben. Als das fleischgewordene Wort in die Welt eintritt, spricht der Vater: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen. Engel kündeten den Hirten von seiner Geburt, dienten ihm in der Wüste und trösteten ihn am Ölberg. Wenn er gewollt und Gott es zugelassen hätte, hätten Engel verhindert, daß Christus auch nur seinen Fuß an einen Stein stößt.

Engel brachten die Kunde von der Menschwerdung und der Auferstehung, sie werden einst auch von seiner Wiederkunft künden. Bis ans Ende der Zeiten werden Engel dem Herrn dienen und ihn verherrlichen.

Die ganze Bibel gibt Zeugnis von der Existenz der Engel, vom Engel, der den Eingang des Paradieses bewachte bis zu den Engeln in der Offenbarung des Johannes. Und doch: zu welchem Engel hätte er je sagt, setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße. Sind sie nicht alle nur dienende Geister, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen? (Hebr. 1,14)

Da die Engel reine Geistwesen sind, die keinen Körper haben, heißt es im Weihegebet über die Jungfrauen: Denen, die noch der Vergänglichkeit unterworfen sind, gewährst du Anteil an einem Leben, das ähnlich ist dem der Engel – ich finde diesen Satz wunderschön.

Die Existenz der Engel gehört zu den Glaubenswahrheiten der Kirche. Dabei bezeichnet das Wort Engel gemäß den Kirchenvätern Gregor und Augustinus die Aufgabe, nicht die Natur des Engels: ihrem ganzen Sein nach sind die Engel Diener und Boten Gottes, weil sie „beständig das Antlitz meines Vaters sehen, der im Himmel ist“, schreibt der hl. Gregor. Das griechische Wort angelos leitet sich von dem hebräischen elohim ab, Bote Gottes. „Engel sind nur dann Engel zu nennen, wenn durch sie eine Botschaft ergeht, die die höchste Botschaft bringen, werden Erzengel genannt.“

Da die Verkündigung der Menschwerdung Gottes die höchste Botschaft ist, die jemals jemandem gebracht worden ist, kam ein Erzengel zu Maria, Gabriel, dessen Name „Kraft Gottes“ bedeutet. Wie wunderbar hat sich diese Kraft an uns erwiesen.

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