Donnerstag, 23. August 2012

Tempelhofer Freiheit (der Himmel über Berlin 2)

Lieblingsorte – dieser ist definitiv einer von den meinen. Froh bin ich, daß das Tempelhofer Feld nun offenbar doch nicht das Gelände zur Internationalen Gartenschau 2017 wird, „denn der Park wurde von den Bürgern so angenommen wie er ist“.[1] Ja, stimmt, ich meine sogar, er wird geliebt, weil er so ist wie er ist: eine riesige Stadtbrache – deren Größe wohl einzigartig sein dürfte und die wesentlich zum Klima beiträgt – irgendwie ein Mittelding aus märkischer Landschaft und an einigen Stellen schon fast heide- bis moorartiger Vegetation. Selbst an heißen Tagen findet man dort noch Stille und Kühlung, wenn der Wind über den Damm streicht und man sich im Schatten eines Buschwerks niederläßt. Und im Winter mache ich dann Bilder vom Skilanglauf.

Wo einstmals Flugzeuge im Stil der 50er Jahre starteten und niedergingen und die Luftbrücke Berlin die Freiheit erhielt, ist ein Ort zum Träumen entstanden. Vor Jahren hab ich auf dem S-Bahnhof Tempelhof gestanden, um zu sehen, wie unten die Lichter ausgehen. Die Freiheit scheint geblieben.


Die Farben des Sommers vertiefen sich schon –
das sind wohl die ersten Vorboten des Herbstes, Hagebutten.


Was das wohl wieder sein mag?
Gleiswege sind immer irgendwie spannend,
auch wenn sie, wie hier, schon lange ins Nirgendwo führen.

___
[1] Man muß die Sache mit dem Nutzungsplan natürlich gut im Auge behalten, nicht daß auf einmal mehrere Wohnsiedlungen und ein Sonstwaspark drauf entstehen, ohne daß die Bürger sich dessen vorher recht gewahr werden.

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Schöne Bilder!
Die lila Blume ist ein Weidenröschen (Epilobium) - vermutlich das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium).

Braut des Lammes hat gesagt…

Vielen Dank – und wieder hab ich mich botanisch fortgebildet.

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