Mittwoch, 8. August 2012

Licht der Kirche und Glanz der Wahrheit – zum Fest des hl. Dominikus

Unter den anderen heiligen Dominikanern, die Fra Angelico in San Marco gemalt hat, erkennt man den hl. Petrus Martyr an seiner klaffenden Kopfwunde, den hl. Thomas von Aquin an der goldenen Sonne, die er trägt, den hl. Dominikus dagegen an dem roten oder goldenen Stern, der über seinem Haupt schwebt.

Diese Kenntlichmachung geht womöglich auf eine von seiner Taufe überlieferte Erzählung zurück, ist aber auch in anderer Hinsicht sehr schön, denn sie spricht uns von dem Stern, der zeitlebens unsichtbar über dem Haupt des Heiligen gestanden haben muß, der ihn führte und leitete, Christus. Wie Christus lebte er arm und jungfräulich, betete in der Abgeschiedenheit der Stille und sprach den Menschen vom Licht und Glanz, der aus der Weisheit und der Wahrheit hervorgeht: Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. (Weish 7, 10). In der Tat zog er sie, wie es im Buch der Weisheit heißt, Thronen und Zeptern vor, denn mehrere Male schlug Dominikus das Amt des Bischofs aus.

Die Antiphon der Dominikaner zum Hochfest ihres Heiligen ist wunderschön:
O lumen ecclesiae, doctor veritatis
rosa patientiae, ebur castitatis
aquam sapientiae propinasti gratis:
predicator gratiae nos iunge beatis.



O Licht der Kirche, Lehrer der Wahrheit,
Rose der Geduld, Elfenbein der Keuschheit
Liebevoll spendest du Wasser der Weisheit.
Prediger der Gnade, führe uns den Seligen zu.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...