Donnerstag, 30. August 2012

Jesus is on the floor



Ein Video über den Empfang der Mundkommunion, das ich ergreifend finde. (Bonuspunkte für hohen Mantillafaktor!) Das ist wirklich ein sehr guter Grund, die heilige Kommunion direkt auf die Zunge zu empfangen. Das Gebet des Kommunionkindes, das im Film wiederholt wird, ist eines der Gebete von Fatima:
My God, I believe, I adore, I trust and I love thee! I beg pardon for all those that do not believe, do not adore, do not trust and do not love thee.

O mein Gott, ich glaube an dich, ich bete dich an, ich hoffe auf dich und ich liebe dich. Ich bitte dich um Vergebung für all jene, die nicht an dich glauben, dich nicht anbeten, nicht auf dich hoffen und dich nicht lieben.

Kommentare:

Huppicke hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes, danke fürs Aufspüren dieses Films. Er berührt mich auch sehr. Ich werde mit dieser Frage nicht richtig fertig. Wie soll man den Leib Christi empfangen.

Ich glaube, darum lese ich in der blogoezese so gerne, es rüttelt mich immer wieder auf (und durch).

Grüße von Huppicke

Braut des Lammes hat gesagt…

Liebe Huppicke, danke für diese nette Reaktion. Ich habe dir unter deinem Beitrag zur Mundkommunion etwas dazu geschrieben.

Grüße und einen gesegneten Sonntag wünsche ich Dir.

Anonym hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes, ansonsten schätze ich den Blog sehr, aber dieses Propaganda-Video macht mich richtig wütend, weil da wieder einmal allen Handkommunionempfängern unterschwellig unterstellt wird, wie würden sich nicht um den Inhalt scheren und alle Partikel fallen lassen!! Ich habe jahreland die Kommunion gespendet und es ist weder appetitlich noch erfreulich, was sich alles auf den diversen Zungen einzelner Kommunionempfänger befindet, ganz abgesehen davon wie unappetitlich es ist, wenn man die Finger von so vielen abgeschleckt bekommt und man dann die Finger nicht waschen kann!! Dass es Leute gibt, die immer wieder die einen schlecht reden müssen, die die KOmmunion in die Hand empfangen weiss ich, dass Sie jetzt auch dazu gehören, irritiert und verblüfft mich! Schade, hätte da mehr Hirn erwartet, da meiner Erfahrung nach Mundkommunionempfang wirklich nciht deckungsgleich ist mit besserer Christ/frommerer Mensch/ gläubigerer Christ. Aber Sie können sich das weiter gerne einreden und dafür Werbung machen. Glauben Sie wirklich, dass ein Mensch Gott jemals irgendwie beleidigen könnte?! Kann ich nur sagen: Einbildung und Hochmut.

Braut des Lammes hat gesagt…

Liebe(r) Anonymus, es ist erstaunlich, wie unterschiedlich man einen Film auffassen kann. Meines Erachtens unterstellt der wunderschöne Film den Handkommunikanten gar nichts – er bringt auf sehr berührende Weise eine Besorgnis zum Ausdruck, daß nämlich der Leib des Herrn in den Staub fallen und dort zertreten werden könne. Ganz klar wird das beim letzten Satz in der Abblende: Receive on the tongue… or at least check your hands. Nirgendwo wird schlecht über die Handkommunion geredet oder die, die sie empfangen.

An sich hatte ich schon mehrfach über dieses Thema bzw. meine Vorliebe für den Empfang der Kommunion im Knien und mit dem Mund geschrieben. Falls meine eigene Einstellung dazu irgendwie nicht ganz deutlich geworden sein sollte: hierzulande gibt es einen Indult, der den Gläubigen die Wahl läßt unter den beiden Formen, die Kommunion zu empfangen (indes nennen unsere liturgischen Bücher die Form im Knien und mit dem Mund zuerst, vielleicht sollte man das an dieser Stelle einmal einfließen lassen, zumal einem ehemaligen Kommunionhelfer gegenüber).

Ich beurteile andere Menschen nicht danach, wie sie die Kommunion empfangen, falls ich das überhaupt mitbekommen. Selbst halte ich die Form des Empfangs im Knien und mit dem Mund eindeutig für eine Form, die mir eine innigere Vereinigung mit dem Herrn im Altarssakrament und bei der Danksagung erlaubt, darum gebe ich dieser Form den Vorzug und erlaube mir, darüber zu schreiben. Daß einen die Wahl unter zwei Möglichkeiten nicht automatisch zum besseren Menschen macht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Allerdings wurde das, meine ich, weder im Film noch auf meinem Blog irgendwie postuliert.

Daß der kniende Empfang der Kommunion, wo immer er möglich ist, eine größere Ehrfurcht zum Ausdruck bringt, indem er etwas sichtbar macht, was derjenige fühlt und glaubt, die Realpräsenz, das glaube ich hingegen schon. Meines Erachtens sollte man hier mit den Erstkommunionkindern ganz neu ansetzen.

Es geht um den Leib des Herrn, nicht um mich. Wie würde ich mich verhalten, wenn Jesus Christus leibhaft da wäre? Ich würde mich in Anbetung niederwerfen. Ach, er ist leibhaft anwesend? Ja, dann.

Etwas erstaunt bin ich hingegen, wie harsch ein früherer Kommunionspender über Äußerlichkeiten wie Zungenoberflächen urteilt. Ein Hinweis: für die Finger gibt es Tüchlein und die Möglichkeit der Ablution nach der Spendung, dafür gibt es extra ein Ablutionsgefäß. Für zivilisierte Menschen ist es ein Gebot der Höflichkeit und Hygiene, sich nach dem Zähneputzen auch die Zunge zu reinigen. An sich muß man als Kommunionhelfer meiner Meinung nach aber über solche Dinge hinaus sein, sonst kann man diesen Dienst halt nicht verrichten. Wie lange hat die Kirche die Form der Mundkommunion gespendet, über 1500 Jahre – und nun geht es auf einmal nicht mehr?

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