Samstag, 11. August 2012

Vor Mariä Himmelfahrt

Welten im Innern des Hibiskus
Mit dem Fest Mariä Himmelfahrt beginnt die Zeit, die sich von jeher am besten dazu eignet, Heilkräuter zu sammeln und zu ernten, weil in dieser Zeit die Konzentration an ätherischen Ölen in den Pflanzen am höchsten ist. Der Frauendreißiger heißt sie, weil sie sich bis zum Fest Mariä Namen am 12. September erstreckt, also ungefähr dreißig Tage dauert.

Zeit für einen oder mehrere Kräuterbuschen zum Hochfest. Mit der Kräuterweihe war es in den vergangenen Jahren immer sehr schön, entweder hat der Priester die Kräuter in der Festmesse gesegnet oder es gab wie im letzten Jahr eine wunderschöne Segnung in der Sakristei. Marienprozessionen haben wir hier herum leider keine, jedenfalls keine, von denen ich wüßte.

Vor Jahren hatte ich vor Himmelfahrt schon mal erwägt, ob es wohl möglich wäre, in der Stadt einen Kräuterbuschen mit 72 oder gar 99 verschiedenen Kräutern zusammenzustellen. Mittlerweile glaub ich, ja, das geht ohne weiteres und vielleicht sogar von einem einzigen Ort, etwa einer netten Stadtbrache. Allerdings; einen so großen Buschen brauch ich nicht und ich will den Priester ja auch nicht erschrecken.

Einen sehr schönen – und wohlriechenden – Buschen bringt man zusammen mit Zitronenmelisse, Salbei, Kamille, Pfefferminz, Sonnenhut, Liebstöckel, Lavendel, Bohnenkraut, Hibiskus, für den Wohlgeruch vielleicht auch ein wenig Basilikum oder eine Rose nehmen. (Die Lavendelernte verspricht übrigens ganz ausgezeichnet zu werden). Zusammenbinden mit etwas blauem Geschenkband – fertig!

was das für Blümchen sind, weiß ich auch nicht recht zu sagen,
es gibt aber ziemlich viele davon, mannshohe Sträucher
Mädesüß
im Lavendelurwald

Kommentare:

Gabriele hat gesagt…

Das Blümchen ist wohl das Einjährige Berufskraut - denke ich.

Cinderella01 hat gesagt…

Die Blümchen oben, die aussehen wie Kamillen werden hier sehr oft in den Kräutersträußen vom Viktualienmarkt als Kamille mit eingepackt. Es sind aber keine, denn sie riechen nicht nach Kamillen. Die gibt's hier auch in rauhen Mengen. Wie sie heißen, weiß ich aber auch nicht.
Noch einen schönen Restsonntag!

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, das ist es eindeutig, danke, Gabriele! Jetzt ist der Feinstrahl jedenfalls auch im Osten verbreitet.

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