Dienstag, 3. Juli 2012

Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst – hl. Thomas, Apostel

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot, bet ich dennoch gläubig: „Du mein Herr und Gott!“ Tief und tiefer werde dieser Glaube mein, fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Wenige der anderen Apostel treten uns so klar vor Augen wie der hl. Thomas, der ein Denker zu sein scheint. (Geht man davon aus, daß man den Apostel mit dem Beinamen Didymos, Zwilling, bezeichnet, hat er womöglich einen Bruder gehabt, der sich Jesus nicht anschloß, weniger in Erscheinung trat oder vielleicht auch eine Schwester, die zu den Jungfrauen gehörte, die für ihn sorgten und mit ihm nach Galiläa hinaufzogen).

Am besten gefällt mir seine Frage: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, wie sollen wir da den Weg kennen? Sie zeugt von praktischem Sinn, gesunderem Menschenverstand und für das Wesentliche: wissen, wo Christus ist, um ihm folgen zu können, dort zu sein, wo er ist.
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Bild: Lawrence Lew, OP

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