Donnerstag, 14. Juni 2012

Wieder da! (2)

Hier, wen's freut, noch einige Bilder rund um das Freiburger Bloggertreffen. Ausgerechnet zum Bloggertreffen nicht ins Netz zu können, ist für einen Blogger zwar schon irgendwie…, andererseits waren wir aber zum Kennenlernen und Austausch da und mittlerweile haben ja auch schon viele Blogger berichtet.

(Hin und zurück gings mit dem Ice-train: Brr, also na ja. Früher mit dem Zug auf der guten alten Transitstrecke mußte man sich zwar hinterher von Kopf bis Fuß umziehen und die Haare waschen, es war aber nicht im mindesten so unbequem wie heutzutage in der klimatisierten Großraumröhre des Intercity Express'. Liebe Bahn, wenn ich so reisen bzw. ankommen will, kann ich auch gleich fliegen. Nächstens bring ich wenigstens eine Reisedecke mit).

Schon die ausführliche Vorstellungsrunde der Blogger am ersten Abend in Freiburg hatte hohen Zeugnischarakter (in Bezug auf mich selbst ist mir sowas ja ein Graus; ich höre lieber zu). Mit einigen Bloggern hatte ich schon ein Gesicht verbunden, mit anderen verband sich nun eins, einige Blogs kannte ich auch noch gar nicht.

Auch die schöne Dachterrasse lud im Anschluß zum Austausch untereinander ein. Essen und Zimmer waren ganz prima. (Sonst esse ich nie so viel. Beim Bedanken für die ausgezeichnete leibliche Versorgung hätte ich ums Haar noch gesagt: „Gar nicht der Schlangenfraß, den man so erwartet“; ich konnte mich grad noch bremsen… Himmel, Hilf!)

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Tagung. Zum Thema Gebet habe ich mich hier ja schon geäußert: ich fand es sehr schön, daß das gemeinsame Gebet und die Feier der Heiligen Messe den Tagungsteilnehmern sichtlich ein Bedürfnis war. Am Sonntag mittag hab ich ganz zum Schluß mit Lauda Sion in der Kapelle noch den Angelus gebetet. Fürs nächste Jahr biete ich mich übrigens freiwillig zum Anstimmen an – manches, wie etwa das O Gott, komm mir zu Hilfe oder das Responsorium zur Komplet mit dem Lobgesang des Simeon hab ich überhaupt noch nie gesprochen.

Sehr schön und unverhofft, quasi am Wegesrand, der alte Friedhof (der heißt so) in unmittelbarer Nähe des Karl-Rahner-Hauses, auf dem ich mich unter anderem mit reichlich Bildmaterial für Allerseelen und einige Heiligenfeste eingedeckt habe.

Und: einige von uns waren zum Nightfever am Samstagabend und zum Hochamt am Sonntag morgen bei den überaus netten und kompetenten Dominikanern von St. Martin. An dieser früheren Franziskanerkirche ist ein Konvent von acht Dominikanern ansässig. Beide Feiern habe ich als sehr schön und von großer Ruhe getragen empfunden. Beim Nightfever bestand auch Gelegenheit zum Empfang des Bußsakraments im Seitengang der Kirche. Am Sonntag wiederum konnte man den Dominikanern und der Gemeinde nach dem Hochamt im Kreuzgang von St. Martin begegnen. Der junge P. Markus Emmanuel Fischer OP, mit dem ich ins Gespräch gekommen bin, war zum Thema Virgo consecrata voll im Bilde, da er eine Arbeit zum Thema geschrieben und an einem neuen Flyer über diese Berufung mitgewirkt hat.

Auf dem Heimweg vom Nightfever hab ich mich prompt ein wenig verfranzt (führe mich irgendwo hinein, ohne daß ich selbst hineingefunden habe, und ich verlaufe mich unter Garantie). Immerhin ist Freiburg aber nicht Venedig, auch wenn es Kanäle gibt, und so hat mich ein älterer Landsmann – id est, ein Württemberger – wieder auf den rechten Weg zurückgeführt. Spontan hat er mir sogar angeboten, mich gleich heimzukutschieren: „Mei Auto schtet da drübe, wenn Se wellet, fahr i Sie glei nå!“, Diese schiere Freundlichkeit der Menschen im Süden hatte ich schon fast vergessen. Insgesamt war ich von Freiburg – freundliche Menschen, schöne Liturgie, nette Dominikaner, deren Predigt Hand und Fuß hat, und einen Ort zum Entspannen – so angetan, daß ich glatt an einen Umzug dachte. „Grüß Gott!“ sagen auch alle.


Schleiercontent schon bei der Abfahrt: Mennonitinnen, durchs Zugfenster in Spandau erspäht

der Himmel über Freiburg – Blick durchs Zimmerfenster bei der Ankunft

gleich mal gucken, bevors losgeht, sind alle Bändel dort, wo sie hinsollen?

während der schönen Vorstellungsrunde sinkt die Nacht über Freiburg nieder


wir sind gekommen, um uns zu vernetzen

der Scherge vom Dienst

Stundenbücher in der Warteschleife (Wart kurz hier, gleich brauch ich dich wieder!)

die ganz entzückende Umgebung (Puttenalarm!)

Die schönste Rose, die ich mein, die alle Welt erfreuet…

…bist du Maria, Jungfrau rein, von Gott gebenedeiet

Nightfever bei den Dominikanern

Kommentare:

chiqitac hat gesagt…

Klingt nach einer schönen Zeit. Freut mich!
Übrigens - wirklich ganz in Schwaben ist's ja nicht nur "Grüß Gott", sondern auch noch "Ade" ... --> noch ein Grund mehr für den Umzug?! ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Das "Ade" ist in meiner Ecke eigentlich immer ein "Adele" geworden (analog zu "Guts Nächtle"), ist aber vom eigentlichen Sinn her natürlich sehr schön.

Andrea hat gesagt…

*räusper* Freiburg ist natürlich Baden, meine Lieben, nicht Schwaben oder Württemberg ... das nehmen die ziemlich genau dort unten. ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Andrea, diese Abgründigkeiten hatte ich natürlich bedacht ;) Der hilfreiche Samariter war aber tatsächlich ein Württemberger, also ein Landsmann von mir. (Wir haben mal Württemberger in der Sahara getroffen…)

Johannes hat gesagt…

Wie immer auch: Wunderbare Bilder von unserem Treffen!!! Danke, Braut!

chiqitac hat gesagt…

SELBSTVERSTÄNDLICH weiß ich (als Schwäbin), dass Freiburg in Baden (und damit strenggenommen im "feindlichen" Ausland) liegt. Aber im Artikel war ja explizit von einem Württemberger die Rede ;-)

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