Dienstag, 5. Juni 2012

O Morgenstern – Venustransit 2012

O Morgenstern, Glanz des unversehrten Lichtes… – die schöne Antiphon O Morgenstern singen wir alljährlich am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres. Im Laufe des Kirchenjahres begegnet uns das wunderbare Bild des Morgensterns immer wieder, etwa im Exsultet über die Osterkerze: Sie leuchte, bis der Morgenstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: dein Sohn, unser Herr Jesus Christus.

Was wir am astronomischen Himmel als Morgenstern (auch Abendstern oder sogar Luzifer, Lichtträger) bezeichnen, ist die Venus. Morgen in aller Frühe[1] passiert sie die Sonne und ist dann sogar mit bloßem Auge vor der Sonne zu sehen. Ein Ereignis, das gar nicht soo häufig vorkommt, denn im ganzen 20. Jahrhundert gab es keinen einzigen, und der nächste Venustransit danach wird erst in 105 Jahren zu sehen sein – es ist von diesem Anblick also ein Abschied auf immer.

Darüber, daß ich den Venustransit im Juni 2004 so gut beobachten konnte (die Sonnenfinsternisbrille von 1999 ist noch da), freue ich mich immer noch, denn das war ein wunderschönes Erlebnis.

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[1] In Berlin ist das Ereignis ab 4:47 Uhr zu beobachten (tatsächlich beginnt es schon um Mitternacht) und endet um 6:35 Uhr.

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