Dienstag, 12. Juni 2012

Den Glauben im Internet bezeugen – Interview mit Norbert Kebekus

Bald wird das von Papst Benedikt ausgerufene Jahr des Glaubens beginnen. Kath.net veröffentlichte heute morgen ein Interview mit Norbert Kebekus, Den Glauben im Internet bezeugen – Ich sehe mehr Chancen als Gefahren:
Die Sprache kirchlicher Verlautbarungen und allgemein unsere kirchliche „Insidersprache“ wird von vielen Menschen, insbesondere denen, die der Kirche fern stehen, heute nicht mehr verstanden. Hinzu kommt, daß sich die Gesellschaften in Mitteleuropa in viele unterschiedliche Milieus aufteilen, die von ihrer Ästhetik, aber auch von ihren Kommunikationsweisen und Sprachspielen her ganz unterschiedlich „ticken“. Die Botschaft des Glaubens muß also immer neu in die jeweilige Situation und in das jeweilige Milieu hinein kommuniziert werden – und zwar, ohne die Botschaft zu banalisieren.

Ich erlebe manchmal, daß die Verkündigung im Bemühen, einfach und verständlich zu sein, banal wird. Das Evangelium ist aber nicht banal. Es geht – im wörtlichen Sinne – um Leben und Tod. Es geht um Liebe und Barmherzigkeit, um Schuld und Scheitern, um Gericht und Vergebung, um Erlösung. Also um existenzielle menschliche Erfahrungen.

Deshalb braucht es Menschen, die das Evangelium aufgrund ihrer persönlichen Lebenserfahrung bezeugen. Und die anderen Menschen die Möglichkeit bieten, mit ihrer Lebensgeschichte, mit ihren Fragen und Zweifeln gewissermaßen „andocken“ zu können.

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