Freitag, 1. Juni 2012

Anas mensura mundi

(die Ente ist das Maß aller Dinge)

Neulich frage mich einer: was schenkt man einem Priester? Gute Frage! Wahrscheinlich das gleiche wie anderen Menschen auch, aber genau kann ich es auch nicht sagen. Als ich mich zuletzt in dieser Situation befunden habe, wollte ich eigentlich ein Quietscheentchen verschenken. Gleichviel, ob derjenige eine Badewanne hat, eine Badeente braucht der Mensch. Dann ist es doch wieder nur „was Frommes“ geworden. Ich wette, mit der Badeente hätte er mehr Spaß gehabt.

Die Ente unten ist von Florentijn Hofmann. Dieses Kunstwerk ist offenbar schon um die halbe Welt geschwommen[1] und in gewisser Weise daher ein Symbol des Friedens auf der Welt. – Oft glaube ich, die Welt braucht einfach mehr kindlich denkende Menschen.




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[1] Hoffentlich ging es auf dem See nicht so aus wie mit dem schwarzen Schwan, der glücklich oder unglücklich in ein Tretboot verliebt ist.

Kommentare:

Thie hat gesagt…

Dieses Quitscheentchen ist für jede Badewanne zu groß.
Die schwarze Petra ist sehr plötzlich verschwunden

Braut des Lammes hat gesagt…

Ach, das ist ja schade. Mir hat der Trauerschwan zwar immer etwas leid getan, weil ja wohl wenig Aussicht darauf bestand, daß das Tretboot seine Gefühle erwidern wird, aber wenns ihn freut…

Freiburgbärin hat gesagt…

Zitat: "Oft glaube ich, die Welt braucht einfach mehr kindlich denkende Menschen."
Ich weiß nicht. Wenn die meisten wüßten, dass ich langsam aber gemütlich auf die 60 zugehe, nicht nur mit Kuscheltieren, spiele, sondern auch eins als Vorgesetzte habe, dann täten die meisten denken, dass ich einen Hau habe.
Von meiner Vorgesetzten soll ich fragen, ob Du Deine Gummibärmodells hinterher aufisst. Achtung! Das könnte eine Fangfrage sein.

Braut des Lammes hat gesagt…

Hmm. Der Trick ist dabei vielleicht, daß es einem eìnerlei ist, ob die Menschen denken, daß man einen Hau hat. Kanntest du das vereinigte Gummitier-Ensemble?

Über die fraglichen Models kann ich nur sagen, daß sie sich in Wohlgefallen auflösen

Freiburgbärin hat gesagt…

„Siehst Du“, sagte Anni zu mir, „so müssen Geschichten beendet werden. In Wohlgefallen!
Schneewittchens Stiefmutter sich in glühenden Schuhen tottanzen lassen, ist primitiv und brutal.
Mein Schluss der Geschichte ist viel besser. Die böse Stiefmutter gründet mit Theo ein Jointventure „Vergifteter Apfel mit Theorum“. Die Geschichte hat sich in Wohlgefallen aufgelöst und das Ende ist das gleiche wie bei Grimm.“

Das vereinigte Gummitier-Ensemble kenne ich nicht – nur das, was ich gerade gegoogelt habe.

Marinika hat gesagt…

Diese Riesenente gefällt mir! Echt eine nette Idee.
Ja, Jesus sagte nicht umsonst, dass wir wie die Kinder werden sollen. Lieber Enten bauen als Panzer...

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