Sonntag, 6. Mai 2012

Maria und der Supermoon


Da wir gerade den Supermoon des Jahres 2012 haben, bin ich zufällig auf die Seite des Fotografen Stefano de Rosa gestoßen, der ein Blog scheints fast nur mit seinen spektakulären Mondaufnahmen betreibt. Da ist von Aufnahmen mit fast hopperlikem Beiwerk bis zum Mond hinter der Sacra di San Michele alles mögliche schöne dabei.

Ein Supermoon – anscheinend gibts dafür kein deutsches Wort – unterscheidet sich von einem normalen Vollmond dadurch, daß er dem Auge circa 12 bis 14 Prozent größer erscheint. Dies kommt etwa alle 412 Tage bei einem Zusammentreffen der größten Annäherung des Mondes an die Erde und dem Vollmonddatum zustande – also, ich hab heute nacht geschlafen wie ein Stein. Jedenfalls fällt der Supermoon in diesem Jahr passenderweise in den Monat Mai.

Zu den marianischen Symbolen gehört ja der Mond, weshalb Maria oft auf einer Mondsichel stehend dargestellt wird; dieses Bildnis hat davon seinen Namen: Mondsichelmadonna. (Eine der bekanntesten Mondsichelmadonnen dürfte das Bildnis unserer Lieben Frau von Guadalupe sein.) Der Grund hierfür ist sicherlich vor allem darin zu sehen, daß der Mond nicht aus sich selbst heraus leuchtet, sondern das, was wir als Mondlicht wahrnehmen, kommt durch den Lichteinfall der Sonne zustande und wird vom Mond reflektiert. So ist es auch mit Maria und Christus. Sehr schön wird das in dem Lied Sagt an, wer ist doch diese ausgedrückt:
Du strahlst im Glanz der Sonne, Maria, hell und rein
von deinem lieben Sohne kommt all das Leuchten dein.
Durch diesen Glanz der Gnaden
sind wir aus Todes Schatten
kommen zum wahren Schein.

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Bilder: Stefano de Rosa; Gott malt das Bildnis unserer Lieben Frau von Guadalupe selbst – die Engel sind natürlich eine große Hilfe (unbekannter Meister des 18. Jahrhunderts)

1 Kommentar:

F. M. hat gesagt…

Sehr, sehr schön, danke dafür! Darf ich die letzte Strofe des Abendliedes hinzufügen? Ich glaube sie passt sehr gut hier her.

7. So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbar auch!

Wünsche eine gesegnete Nachtruhe und eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Woche. Felix M.

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