Montag, 28. Mai 2012

Ein letzter Blick…

Entflamme Sinne und Gemüt,
daß Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in deiner Kraft das Gute tut.

…aufs Pfingstfest, bevor es morgen mit dem grünen Stundenbuch weitergeht. Der Brauch, am Pfingstsonntag durch das Auge der Kuppel des Pantheons Rosenblätter zu werfen, ist eine Erinnerung an die Feuerzungen bei der Herabkunft des Heiligen Geistes. Die Blätter fallen beim Gesang des Hymnus Veni creator spiritus durch das neun Meter breite Auge mehr als vierzig Meter auf die versammelte Gemeinde. Aus dieser Perspektive sehen die Blütenblätter sogar ein wenig aus, als wenn sie glühen. In der Tat kann man nur beten: Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.

Seit dem 7. Jahrhundert ist das Pantheon der Gottesmutter geweiht. Wegen der vielen Reliquien heiliger Märtyrer, die bei der Weihe der Kirche dorthin gebracht wurden, wurde sie dem Patronat Sancta Maria ad Martyres (Hl. Maria zu den Märtyrern) unterstellt – auch dazu passen die Farbe rot und der wunderschöne alte Brauch sehr gut. Von solcher Liebe waren die Gottesmutter und die Märtyrer durchdrungen.

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Das grüne Stundenbuch? Hab ich inzwischen abgelegt. Hab mir inzwischen ein schwarzes angeschafft, mit dem ich leider überfordert bin. Aber da ich sowieso meistens nur die Komplet schaffen geht es auch mit einem anderen kleinen grünen Stundenbuch, dem von den Petrusbrüdern.

Braut des Lammes hat gesagt…

Also, ich muß sagen, ich genieße das Gebet aus dem römischen Stundenbuch und auf deutsch. Bin ich irgendwo, wo die Gemeinschaft in Latein betet, ist es mir auch recht, für mein armes Hirn ist es aber meist ein Umweg.

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