Freitag, 27. April 2012

Was fliegt denn da? Marienkäfer!


Grad vorhin war ich draußen unterwegs, da bromselte mir ein Insekt ans Ohr und ließ sich darauf nieder. Als ich das Tierchen vorsichtig auf die Hand nahm und nachschaute, wer das wohl sei, wars ein Marienkäfer. Bald ist wieder Mai, Marienmonat.

Neulich fand ich Sacerdos' Viennensis Wintergäste hinter der Sakristeitür so nett. Beim Betrachten dieses Marienkäferkongresses – soviele hab ich überhaupt noch nie zusammen gesehen – fiel mir auf, daß ich gar nicht wußte, warum man diese überaus beliebten Tierchen Marienkäfer heißt, schließlich sind sie nicht einmal blau? Die Antwort ist: wegen ihrer großen Nützlichkeit[1] hielt man sie für eine Gabe der Gottesmutter an die Bauern. Was ich bis dahin auch noch nicht wußte: es gibt auch gelbe[2] und orange Marienkäfer und sogar solche ganz ohne Punkte.

Am bekanntesten hier herum sind sicherlich der Marienkäfer mit zwei Punkten und der mit sieben, dessen lateinischer Name mich schon zum Lächeln bringt, weil er so drollig klingt: Coccinella septempunctata. (Es klingt, als käme dieses winzige Tier, das wahrscheinlich ein jeder gern mag, mit einem gewissen Aplomb daher).
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[1] Sie fressen Blattläuse, weshalb sie heutzutage auch nach Bestellung übers Internet direkt ins Haus kommen. Das mit dem Blattlausfraß wußte ich, denn ich habe von der Möglichkeit eines solchen Hausbesuchs Gebrauch gemacht, das mit der Gabe der Gottesmutter jedoch nicht.
[2] Der gelbe hat zum Ausgleich dafür ganz viele Punkte, zweiundzwanzig.

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