Montag, 5. März 2012

Welten in Schwarz-weiß


Die Hypothese, daß man in Schwarz-weiß irgendwie schärfer, oder vielleicht auch anders sieht, hatte ich in dem Beitrag über Edouard Boubat ja schon mal zum Ausdruck gebracht. Ich glaube, es mag daran liegen, daß man beim Fehlen von Farbe viel mehr auf Details wie Linien, Strukturen oder Schattenverläufe achtet.

In diesem Blogbeitrag auf Yesterday's Trash reißt eine Fotografin die Idee an, daß nur durch die Wahl des Mediums eine Art nostalgischer Distanz des Betrachters entsteht, die sogar ein Foto aus den 90er Jahren wie eines aus den 70ern wirken läßt.

Ein witziges Detail aus der Geschichte des Schwarz-weiß-Films ist, daß die Kostüme, die die Schauspieler trugen, oft in besonders kräftigen Farben gehalten waren, die sich „im wirklichen Leben“ schauderhaft bissen, aber fabelhafte Kontraste ergaben.

Night of the hunter (Die Nacht des Jägers) ist nicht nur in dieser Hinsicht ein einziges Gesamtkunstwerk (ganz unten ist eine Zusammenschau, mehrmals klicken verschafft einen ganz guten Eindruck). Hier eine kleine Bildgalerie artifizieller Schwarz-weiß-Bilder − Katzen scheinen sich ganz hervorragend dafür zu eignen.






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