Samstag, 31. März 2012

Der Pfau – Christussymbole (9)


Eine neue Schöpfung zeigte uns der Schöpfer,
erscheinend uns, den durch ihn Gewordenen,
aufblühend aus unbesätem Mutterschoße,
und denselben unversehrt, wie er war, bewahrend;
auf daß wir, das Wunder sehend
sie besingen mögen, indem wir rufen:
Freue dich, du Blume der Unverweslichkeit. (aus dem Hymnos Akathistos)

Beim Denken an Christus, wie er morgen, am Palmsonntag arm und demütig auf einem Esel einreitet, ist mir der Pfau in den Sinn gekommen – ein weißer vorzugsweise, weil er so rein und unschuldig aussieht (Pfauen können übrigens überraschend laut und durchdringend rufen).

Der Pfau ist ein sehr altes Christussymbol, da er für die Auferstehung und das ewige Leben steht. Dies wiederum geht zum einen auf die Beobachtung des römischen Naturforschers Polinius des Älteren zurück, daß Pfauen im Herbst ihre prächtigen Schwanzfedern abwerfen, im Frühjahr erneuert sich das Federkleid und der Vogel ist so wunderschön wie zuvor. Zudem hielt man in der Antike das Fleisch des Pfaus für unverweslich.

Daß es auch seltsam anmutende Pfauen gibt, hab ich kürzlich bemerkt: wie es verschiedenäugige Tiere mit einem braunen und einem blauen Auge gibt (sogenannte Teilalbinos), so kommen auch Pfauen vor, bei denen sich die Anlage für Farbe nur teilweise im Gefiederkleid zeigt – ausgesprochen merkwürdige Vögel.

Auf der Darstellung der Anbetung Christi durch die Könige sitzt ein Pfau auf dem Dach des Stalles von Bethlehem – Sinnbild für Leiden und Auferstehung des neugeborenen Königs. Und auf der Verkündigung von Fra Filippo Lippi hat der die Botschaft Gottes überbringende Erzengel Pfauenfedern.




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