Sonntag, 19. Februar 2012

Kathedra Petri – Thron der Wahrheit

Aus der heutigen Ansprache Papst Benedikts zum vorverlegten Fest der Kathedra Petri (dort natürlich ein Hochfest, bei dem auch für die neuen Kardinäle gedankt wurde). Im mittäglichen Angelusgebet nannte der Heilige Vater später die Kathedra Petri ein Zeichen der Autorität, aber einer von Christus kommenden, die auf Glauben und Liebe basiert. – Das hat mir gefallen:
Das Apsis-Fenster öffnet die Kirche nach außen, zur gesamten Schöpfung hin, während das Bild der Taube des Heiligen Geistes Gott als Quelle des Lichtes zeigt. Doch da ist auch noch ein anderer Aspekt hervorzuheben: Die Kirche selbst ist nämlich wie ein Fenster, der Ort, an dem Gott sich naht, unserer Welt entgegenkommt. Die Kirche existiert nicht für sich selbst, sie ist nicht das endgültige Ziel, sondern muß über sich hinausweisen, nach oben, über uns hinaus. Die Kirche ist wirklich sie selbst in dem Maß, in dem sie den anderen – den anderen schlechthin – durchscheinen läßt, von dem her sie kommt und zu dem sie führt. Die Kirche ist der Ort, wo Gott bei uns ankommt und wo wir zu ihm hin aufbrechen; sie hat die Aufgabe, außer sich selber auch jene Welt zu öffnen, die dazu neigt, sich in sich selbst zu verschließen, und ihr das Licht zu bringen, das von oben kommt, ohne das sie unbewohnbar würde.
Eigentlich bräuchte es, wie alle Predigten Papst Benedikts, ein Vollzitat. Hier gehts zur ganzen Predigt (bei Zenit).

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ja, bei den Predigten und überhaupt bei den Ansprachen unseres hl. Vaters muss man immer ganz genau hinhören, denn seine Botschaften kommen meist recht subtil daher.

lG. M.

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