Freitag, 20. Januar 2012

Der hl. Sebastian und die Wunden

Der hl. Sebastian ist besonders bekannt durch die Darstellung, die ihn als von zahlreichen Pfeilen Durchbohrter zeigen. Weniger bekannt ist, daß er der Überlieferung zufolge an diesen Wunden nicht starb, sondern sein Leben zu einem späteren Zeitpunkt als Märtyrer gab. Nachdem man die Pfeile auf ihn abgeschossen hatte, ließ man ihn blutend und zum Sterben auf der Erde liegen.

In seinem heutigen wunderschönen Beitrag Emerging from the shadows schreibt Dom Mark Kirby OSB auf seinem Blog Vultus Christi über die Wunden des hl. Sebastian und vergleicht diese mit anderen Wunden, die Menschen geschlagen wurden, an denen diese zwar nicht sterben, die aber bluten und kaum je verheilen: die eines sexuell mißbrauchten Kindes, einer mißhandelten Ehefrau oder eines Priesters, der nach einem Leben des Dienstes für die Kirche wegen einer Schwachheit, einer Sünde oder auch eines begangenen Verbrechens als Ausgestoßener gilt.
These are but three examples of innumerable the soul-killing aggressions from which the perpetrators walk away, leaving their victims for dead. But the victims do not die. They suffer. They bleed. Their wounds become infected and even putrid, but they do not die.
Den verwundeten Sebastian hat die hl. Irene gepflegt, die Ehefrau des hl. Castulus, Sinnbild und Fürsprecherin derer, die sich für jene einsetzen, denen im Leben solche Wunden geschlagen wurden. Irene, ist mir eingefallen, weil ich eine Ordensschwester dieses Namens kannte, bedeutet Frieden. Das ist eine gute Fürbitte, die man sowohl für jene sprechen kann, die im Leben solche Wunden tragen, als auch für die, die sie verursacht haben: für die einen, daß es ihnen auf irgendeine Weise möglich ist, das Geschehnis soweit loszulassen, daß sie Frieden finden. Für die anderen, daß sie – auch ihr Opfer – um Vergebung bitten können und so zum Frieden der Versöhnung finden, mit Gott und den Menschen.
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Bild: Der hl. Sebastian wird von Irene gepflegt. Um 1630, Georges de Latour zugeschrieben.

Kommentare:

Dom Mark Daniel Kirby, O.S.B. hat gesagt…

Thank you for mentioning Vultus Christi.

Braut des Lammes hat gesagt…

Thank you for keeping this wonderful blog, Dom Mark. Your postings have been inspiring for me since years.

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