Montag, 19. Dezember 2011

O Sproß aus Isais Wurzel


O Sproß aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker –
vor dir verstummen die Herrscher der Erde, dich flehen an die Völker:
o komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht länger!

Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht … Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. An jenem Tag wird es der Sproß aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig. (Jes. 11, 1, 9-10)

Viele Darstellungen aus der christlichen Ikonographie zeigen am Fuße der Wurzel Jesse (Isais Wurzel) den liegenden Isai, dem ein mächtiger, weitverzweigter Baum entsprießt. Auf dem Kirchenfenster oben umfaßt er ihn und scheint über dieses Wunder nachzusinnen. Isai war der Vater König Davids, dessen Geschlecht Maria und somit Christus entstammen. Das Zeichen, das dasteht für die Nationen, zu dem Menschen aus allen Völkern und Zeiten kommen werden, ist die Menschwerdung Christi, die Geburt eines Kindes, ein Leben, das ihn zu seinem Tod am Baum des Kreuzes hinführt: Heilig Kreuz, du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleicht. Vor diesem Kind, vor diesem Zeichen, verstummen die Herrscher der Erde, zu ihm flehen die Völker: komm!

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