Dienstag, 20. Dezember 2011

O Schlüssel Davids


O Schlüssel Davids,
und Zepter des Hauses Israel –
Du öffnest, und niemand kann schließen.
Du schließest, und keine Macht vermag wieder zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis und die Fessel des Todes!

Ich lege ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter. Wenn er öffnet, kann niemand schließen; wenn er schließt, kann niemand öffnen. Ich schlage ihn an einer festen Stelle als Pflock ein; er wird in seinem Vaterhaus den Ehrenplatz einnehmen. (Jes 22, 22-23)

Du öffnest und niemand kann schließen, du schließest und niemand vermag wieder zu öffnen – was für ein unvergleichliches Bild für Christus, den Erlöser! Es erinnert an die Schlüsselgewalt, die dem Petrus übertragen wurde – was ihr bindet, wird auch im Himmel gebunden sein – und noch viel machtvoller an das, was Christus für uns getan hat und in den Sakramenten immer noch tut, jeden Tag aufs neue: er löst die Ketten derer, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes. Wer schon einmal eine schwere Schuld gebeichtet hat, weiß, was das für einen Menschen bedeutet.

Das Bild zeigt das Hinabsteigen Christi in die Unterwelt nach seiner Kreuzigung. Unter dem Zeichen seines Leidens, das er wie ein Prozessionskreuz oder den Hirtenstab hält, öffnet er die Tore der Unterwelt auf immer und führt die heraus, die durch die Zeiten hindurch sehnsüchtig das Kommen des Messias erwartet haben. Der Schlüssel Davids ist ein Symbol ungeheurer Macht. Unter all den wunderbaren O-Antiphonen ist mir diese die liebste, vielleicht weil sie so wunderbar ausdrückt, was Christus für uns getan hat, indem er Mensch wurde.

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