Freitag, 16. Dezember 2011

Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt – die O-Antiphonen

Der Ursprung der O-Antiphonen, die man auch große Antiphonen nennt, ist nicht bekannt, nur daß sie bereits von dem Gelehrten Anicius Manlius Severinus Boethius, der im 5. Jahrhundert lebte, erwähnt werden. Hier bringen Engel schon mal ein O in Stellung.


Ab dem 17. Dezember tritt die Kirche, die das Fest der Geburt des Erlösers erwartet, liturgisch in eine besondere Zeit ein. Von dem Hymnus Veni redemptor gentium (O Heiland aller Völker, komm) singen wir nun auch die Strophen Glanz strahlt von der Krippe auf und die Doxologie Gott, dem Vater Ehr und Preis. Der letzte Tag dieser großen Oktav ist der Vigiltag von Weihnachten, dem der unbekannte Illustrator eines Almanaches, der die Anfangsbuchstaben der O-Antiphonen bebildert hat, hier ein H für Hodie spendiert hat – heute. Heute wird er kommen. Daß dieses Kommen unmittelbar bevorsteht, davon künden die großen Antiphonen zum Magnifikat, die wir ab morgen wieder singen werden. Auf diese Weise hat das Fest der Geburt des Erlösers zwei Oktaven – eine vor und eine nach seiner Geburt.

O sapientia
O Adonai
O radix Jesse
O clavis David
O oriens
O  rex gentium
O Emmanuel
Hodie (Christus natus est)

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