Dienstag, 8. November 2011

Zahllos wie die Sterne am Himmel – die Leoniden


Wenn das derzeitige Wetter sich hält, haben wir in diesem Jahr gute Aussichten, eines der wunderbarsten Schauspiele der Natur sehen zu können: den Leonidenschwarm. Im Buch der Weisheit, das wir in dieser Woche lesen, heißt es, von der Größe und Schönheit der Geschöpfe läßt sich auf ihren Schöpfer schließen.

Die Leoniden sind ein jährlich wiederkehrendes Schauspiel: die Illustration zeigt den Leonidenschwarm des Jahres 1833, der außerordentlich gewesen sein muß. Nur etwa dreißig Jahre später wurde der Komet entdeckt, der dieses Wunder hervorbringt.

Diese Sternschnuppen haben ihren Namen deshalb, weil sie aus dem Sternbild des Löwen fallen. Dabei gerät die Erde auf ihrem Weg um die Sonne in einen Partikelstrom des Kometen 55P/Tempel-Tuttle, der die Sonne in umgekehrter Richtung umrundet. Der Strom bildet sich beim Vorbeiflug des Kometen an der Sonne, wenn sich in der Kälte des Weltraums tiefgefrorene Gase durch die Wärme der Sonne erhitzen. Dabei werden auch größere Meteorteilchen frei. Mit einem durchschnittlichen Leonidenschwarm verglühen etwa 12 bis 13 Tonnen solcher Partikel in der Erdatmosphäre, dabei entstehen nicht selten sagenhafte Feuerbälle.

Beim Leonidenschwarm handelt es sich um sehr schnelle Sternschnuppen, denn der Strom bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 72 Metern pro Sekunde fort. Die meisten Leoniden sieht man um den 18. November herum, seit dem 6. wird mit dem Erscheinen der ersten dieser wunderschönen Sternschnuppen gerechnet.

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