Samstag, 5. November 2011

Ich vergesse dich nicht – Lichtenberg, Kirchweih und alle Märtyrer des Bistums


Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit. Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer. Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe. Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil.
In den nächsten Tagen geht es mit den Eigenfesten des Bistums wieder Schlag auf Schlag: am 6. November ist der Weihetag der Hedwigskathedrale. In der Kathedrale selbst ist das natürlich ein Hochfest, das in diesem Jahr schönerweise auf einen Sonntag fällt, noch dazu auf einen, an dem in der Kathedrale das lateinische Hochamt gefeiert wird.

Am 8. November feiern wir das Fest aller Märtyrer des Bistums, auf das heute das Fest des sel. Bernhard Lichtenberg schon ein erstes Licht wirft. Bei diesen Märtyrern denken wir wohl zuerst an die Blutzeugen des 20. Jahrhunderts, da diese uns zeitlich näher sind, das Fest gilt aber auch Märtyrern aus der Frühzeit der Kirche und des Bistums, wie etwa Bischof Dudo von Havelberg und Gottschalk, der ein Fürst der Wenden war, von deren Leben ich zugegebenermaßen keinen Schimmer habe.

Manche der Namen dieser Märtyrer sind uns vertrauter, wie etwa der Petro Werhuns, andere scheinen fast vergessen, jedenfalls spricht von ihnen kaum einer mehr (weshalb ich mir vorgenommen habe, hier über einige dieser Zeugen etwas zu schreiben). Auch wenn wir die Namen und die Geschichte dieser Menschen vielleicht vergessen mögen, Gott vergißt sie nicht.

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