Mittwoch, 16. November 2011

Die makkabäischen Märtyrer und die Auferstehung

Seit Montag hören wir in der Bahnlesung Abschnitte aus dem zweiten Buch der Makkabäer gestern das Schicksal von Eleasar, heute das der sieben makkabäischen Brüder. Worum geht es? Zu einer Zeit in der der König Antiochus Epiphanes die Verehrung fremder Götter (genauer gesagt, der griechischen) und die Einführung der entsprechenden Sitten anordnet, weigern sich einige vorbildliche Juden, von den Geboten ihres Glaubens abzuweichen.

Sterben wegen eines Mundvoll Schweinefleisches? Gott verlangt dies nicht, jedoch verlangt er, daß wir unserem Gewissen folgen. Daß er zu jeder Zeit einigen die Stärke verleiht, dafür im Martyrium ihr Leben zu geben, ist eigentlich eine Gnade, so haben dies viele der heiligen Märtyrer empfunden.

Die Lesung von den sieben makkabäischen Brüdern hören wir nur noch an einer weiteren Stelle des Kirchenjahrs, am Gedenktag des hl. Karl Lwanga, der einst in einer ganz ähnlichen Situation vor einem anderen König stand. Am Gedenktag des hl. Karl hören wir sie allerdings mit den Sätzen, die den Schlüssel dazu in die Hand geben, wieso uns diese Schicksale vor Augen gestellt werden und warum gerade zu dieser Zeit im Kirchenjahr. Einer der makkabäischen Brüder richtet angesichts eines schrecklichen Todes ein letztes Wort an den König:
Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.
Die Makkabäer sind als Märtyrer für den Glauben gestorben. Eleasar hätte sich retten können, wenn er sich auf den faulen Handel eingelassen hätte, der ihm angeboten wurde. Stattdessen wählte er das Martyrium – man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen. Diese Märtyrer werden uns als Vorbilder im Glauben, als Gerechte vor Augen gestellt. In der christlichen Ikonographie finden wir Darstellungen, in denen Christus nach der Kreuzigung diese Gerechten, die noch nichts von ihm wissen konnten und dennoch voll gläubigem Vertrauen gestorben sind, aus der Unterwelt befreit und in den Himmel führt. Christ ist von den Toten erstanden, er hat den Tod durch den Tod niedergetreten und denen in den Gräbern Leben gewährt.

Die Worte der Makkabäer verweisen etwa 150 Jahre vor der Geburt des Erlösers auf die letzten Dinge, das Gericht am Ende aller Tage und die Auferstehung der Toten.

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