Samstag, 19. November 2011

Christkönig – Anbetung des Lammes, Anbetung des Königs

Die Präfation des Festes breitet die Schönheit und Fülle des Königtums Christi vor uns aus:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken. Du hast deinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Öl der Freude gesalbt zum ewigen Priester und zum König der ganzen Schöpfung. Als makelloses Lamm und friedenstiftendes Opfer hat er sich dargebracht auf dem Altar des Kreuzes, um das Werk der Erlösung zu vollziehen. Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen das Lob deiner Herrlichkeit.

Mit dem Fest Christkönig geht das Kirchenjahr glanzvoll zu Ende. Es gewährt uns hier auf Erden einen Blick auf die himmlische Herrlichkeit und bereitet uns für den Advent, in dem wir das Kommen des Erlösers ersehnen und erwarten. Dieser Advent wiederum mündet nach der Verehrung durch die Hirten auf dem Felde in die wunderschöne Adoratio, in der weltliche Herrscher – alle Knie im Himmel und auf Erden – sich beugen vor dem Kind, das zu ihrer Erlösung gekommen ist, und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters.

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Bild: Die Anbetung der Hirten von Angelo Bronzino

Kommentare:

ichwesen hat gesagt…

Die Präfation ist wunderschön. Sie in Ruhe noch einmal zu lesen ist etwas ganz anderes, als sie in der Messe zu hören, wo ich manchmal auch unkonzentriert bin. Für mich als "Neuling" in der Kirche ein schöner und erklärender Text. Danke!

Braut des Lammes hat gesagt…

Die Präfationen hab ich erst im Laufe der Zeit als Quell der Schönheit entdeckt.

Manche dieser Momente, wie auch an Christkönig, sind darüber hinaus sehr flüchtig, da die Präfation nur an diesem einem einzigen Tag im Jahr vorkommt, falls nicht jemand eine Votivmesse feiert.

Anonym hat gesagt…

Lieber Braut des Lammes,
schön das ich diese wirklich wunderschöne Präfation hier lesen konnte. Unser Pfarrer hat komischerweise immer andere Texte die meiner Meinung nach sich schwer nach "selbst Dichtungen" anhören. Sollte ihn vllt. mal Fragen warum es bei ihm nicht so ist wie in anderen Pfarreien.

LG und Gottes & Marias Segen

ichwesen hat gesagt…

An Anonym,

ja vielleicht solltest Du das tun, denn die Fälle mehren sich, in denen liturgische Texte "kreativ umgestaltet" wurden. Dies ist umso bedauerlicher, als viele sich mit den offiziellen Texten gar nicht vertraut gemacht haben und es vielleicht gar nicht mehr merken, oder wie ich so neu in der Kirche sind, dass es ihnen (noch) nicht auffällt.

lg

ichwesen

Braut des Lammes hat gesagt…

Wenn du fragst, warum es bei ihm nicht so ist, wie in den anderen Pfarreien, drängst du ihn gesprächstechnisch in die Defensive. Ich würde freundlich fragen, was das denn für ein Text gewesen sei, den hättest du bisher noch nie gehört… – just my 2 cents.

Sehr schade ist sowas schon – die Präfation ist wunderschön und kommt, wie gesagt, nur an dem einen Tag im Jahr vor. Dauernde "Kreative Umgestaltungen" sind mir so unerträglich, daß ich sie fliehe. Ich frag mich bei sowas halt auch immer: *Warum?* Warum nur macht derjenige das?

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