Dienstag, 1. November 2011

Das Licht der Heiligen


Ein schöner Gedanke aus der Predigt des Pfarrers zum Fest Allerheiligen im vergangenen Jahr (ich hatte das, glaub ich, schonmal zitiert, aber manches ist es wert, mehrmals erwähnt zu werden). Das Bild mit dem gebrochen Licht hat mir gar so gut gefallen:

Ich bin froh, daß das Christentum das Licht der Offenbarung in einer gigantischen Fensterrosette, gebrochen in Tausenden von Farbtönen widerspiegeln darf und hoffe, daß die mangelnde Uniformität der Heiligen nicht als mangelnde Einheit, sondern als wunderbare Vielfalt von Ähnlichkeiten erfahren werden kann.

Der Druck, Verschiedenheiten, Widerständigkeiten gegen das Einerlei unserer Zeit aufzugeben, ist heute sicher groß, wir sollten ihm nicht vorschnell nachgeben. Derjenige, der Christus nachfolgt, muß unverwechselbar sein, und zugleich eine immer größere Ähnlichkeit mit Christus erkennen lassen.

Das Paradox des Allerheiligenfestes ist, daß die Gemeinschaft der vielen verschiedenen Heiligen genau auf diese eine Gegenwart Christi verweist, den Eidos, das Urbild, dem sie ähnlich geworden sind, und dennoch unverwechselbar, dem die Vielen nachfolgen, weil er sie zuerst geliebt hat.

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