Montag, 12. September 2011

Zum Abschluß des Festes Mariä Namen…


…hatte ich eine eigentlich kleine Bildergalerie zum Thema Maria Bambina [1] – die kommt aber mit etwas mehr Text später. Zu diesen Bildnissen, die vor allem in Italien sehr verbreitet sind, gibt es rührende Geschichten (etwa die einer Armen Klarissin, die 1735 eine Maria-Bambina-Figur herstellte und während der Wirren der französischen Revolution versteckt hielt, bis die Figur schließlich nach Mailand kam).


Die für mich netteste Maria Bambina ist diese. Das ist ein Gnadenbild, bitte schön, vor dem sich Wunder ereignet haben.

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[1] Ich stelle grade fest, daß ich derzeit dringend mehr Kitsch brauche. Vor den Maria-Bambina-Andachtsbildchen bin ich aber dann doch zurückgeschreckt. Heilige Mutter Gottes, warum läßt du so etwas zu?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich würde diese Figuren nicht Kitsch nennen. Vielleicht sind sie ja Ersatz für ein eigenes Kind, so wie zuweilen auch Hündchen, Kätzchen oder Kuscheltiere.

Traurig macht mich allerdings, wenn die Menschenmassen strömen, weil einer Marienstatue ein Träne über die Keramikwange läuft. Wenn aber ein Kind, eine Frau oder ein Mann weint, bleibt man unberührt und macht weiter, als ob nichts geschehen wäre. Dabei ist der Himmel eingestürzt.

Braut des Lammes hat gesagt…

Zunächst: den Begriff "Kitsch" verwende ich nicht negativ oder wertend. Ich mag Kitsch. Wo er kitschig daherkommt, sollte man ihn auch so nennen dürfen – wobei die Definition dessen, was jemand als kitschig ansieht fließend sein dürften.

Deine Deutung allerdings finde ich etwas verkürzend. Ob man zu solchen Bambina-Figuren einen Bezug hat oder nicht, sie sind Bildnisse, die zum Gebet und zur Frömmigkeit einladen. Gerade auch Kinder fühlen sich dazu hingezogen.

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