Montag, 5. September 2011

Sel. Mutter Teresa von Kalkutta, Jungfrau

Kloster der Missionarinnen der Nächstenliebe. Rührend die Aufschrift
auf der Tafel:  Die hl. Messe, all unsere Gebete und unsere Arbeit am 
heutigen Tag opfern wir für unseren lieben hl. Vater auf.
Heute ist der Gedenktag der seligen Mutter Teresa von Kalkutta. Diese winzige Frau, in deren Herzen Platz war für soviel Liebe dürfte eine wohl der bekanntesten Heiligen der Kirche sein. Ursprünglich war sie bei den Loreto-Schwestern eingetreten, wo sie als Lehrerin in einem der wohlhabenden Viertel Kinder unterrichtete. Beim Anblick eines Bildnisses des Gekreuzigten folgte sie unmittelbar seinem Ruf – mich dürstet. Herr, wann haben wir dich arm und hungrig gesehen, oder krank, im Gefängnis oder obdachlos?, fragen die Jünger Jesus. Die Antwort ist – jederzeit und überall um uns herum.

Mutter Teresa ist vor allem für ihre aufopferungsvolle Fürsorge für die Allerärmsten bekannt. Doch wer sind uns diese Allerärmsten?
Manchmal glauben wir, daß die Armen nur hungrig, nackt oder obdachlos sind. Die Armut der Ungewollten, Ungeliebten und Vernachlässigten ist die größte Armut. In unserem eigenen Heim müssen wir anfangen, diese Art von Armut zu bekämpfen.
Zu den am wenigsten Gewollten zählen vor allem in unserer Zeit die Ungeborenen – so wenig gewollt, daß man nicht einmal ihre Geburt abwartet. Für den Erhalt des Lebens setzte sich Mutter Teresa mit all ihrer Hingabe ein, auch in Zeiten innerer Dunkelheit:
Wir lesen im Evangelium, daß Gott die Welt so sehr geliebt hat, daß er Jesus der reinsten Jungfrau Maria gab. Und sie, als sie Jesus empfangen hatte, ging in Eile, um ihrer Base Elisabeth zu dienen. Sie kam zum Haus Elisabeths, um den demütigen Dienst einer Magd zu tun. Da geschah etwas sehr Merkwürdiges: Als Maria in das Haus kam, sprang das kleine, ungeborene Kind im Schoß Elisabeths vor Freude. Wie merkwürdig, daß Gott sich eines ungeborenen Kindes bediente, um die Ankunft Christi zu verkünden. Und wir wissen, welch schreckliche Dinge heute dem ungeborenen Kind geschehen, daß die Mutter selbst ihr Kind tötet durch die Abtreibung. Die Abtreibung ist zur größten Zerstörung des Friedens geworden, denn sie zerstört die Liebe, sie zerstört das Bild Gottes, sie zerstört das schöne Geschenk, das ein Kind ist, geschaffen für die große Aufgabe, zu lieben und geliebt zu werden. Laßt uns unseren Eltern danken, daß sie uns wollten, daß sie uns liebten, daß sie uns die Freude des Lebens schenkten.
Den Armen zu helfen kann manchmal etwas so einfaches sein wie ein Lächeln zu schenken oder Freundlichkeit und Güte zu zeigen. Wie sehr fehlt es manchmal gerade daran.

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