Freitag, 16. September 2011

Sechsmal werden wir noch wach… vor dem Papstbesuch


Am Fest Kreuzerhöhung habe ich zu meiner großen Freude die Karte für den Gottesdienst im Olympiastadion zugeschickt bekommen (es muß dies eine der letzen gewesen sein, die noch verschickt wurden. Das Wort Die ersten werden die letzten sein, traf offenbar auch auf dieses Anmeldeverfahren zu). Echo Romeo hat das passende Bild dazu. Jedenfalls hat es geklappt, Deo Gratias!

Mittlerweile würde man offenbar am liebsten ans Olympiastadion noch anbauen. Wenn man denkt, wo und wie die Planungen für den Gottesdienst in Berlin einmal begonnen haben, kann man sich Weihbischof Heinrichs Ansicht im Juni nur anschließen: es ist ein großartiges und ermutigendes Zeichen. Ich fühle mich jedenfalls privilegiert und freue mich auch total.

Wo man im Olympiastadion sitzen bzw. den Blickwinkel, den man von diesem Platz aus haben wird, kann man sich mit diesem virtuellen Tool schon einmal ansehen. Heute abend feiert der apostolische Nuntius einen Gottesdienst in St. Kamillus und eröffnet damit einen Abend zur geistlichen Vorbereitung auf den Besuch. Am Samstagabend um fünf vor elf spricht Papst Benedikt das Wort zum Sonntag. Es ist übrigens erst das zweite Mal, daß dies ein Papst tut. Große Freude! :)

Am Mittwoch kommt die Staffelwallfahrt aus Köln, die der Verein Credo organisiert hat, in Berlin an. Die letzte Etappe – bei der gern noch mitgepilgert werden darf – führt von Magdeburg über Werder und Sacrow nach Berlin. Von Mittwoch auf Donnerstag halten wir in St. Bonifatius nächtliche Anbetung bei Nightfever (am Beginn steht ein Gottesdienst mit unserem neuen Erzbischof), am Donnerstag ist es soweit: der hl. Vater kommt nach Berlin. Nachts darauf können alle, die es wollen, wiederum Anbetung halten (und Musik hören): ab 22 Uhr in St. Hedwig.

Vorhin kam ein Kollege auf der Suche nach einem Termin vorbeigeschneit und berichtete voll Begeisterung von der Besichtigung des Bistumsgeschenkes für den Heiligen Vater (ein Glasfenster, das Plötzenseer Diptychon). Es gibt unschuldige Fragen, die man offenbar einfach nicht stellen kann, ohne von einem Redeschwall erschlagen zu werden, wie etwa diese: „Kommen Sie auch zur Heiligen Messe ins Olympiastadion?“ Darauf wurden höflich, aber bestimmt sämtliche Vorurteile gegen das Papstamt auf meinem Schreibtisch zwischengelagert. Natürlich waren auch die Ausschweifungen der Renaissance-Päpste wieder einmal dabei. Selber schuld, was frag ich eigentlich? In dem Moment hab ich mir eine Komplett-Verlesung von JoBos durchdachtem Artikel Die Papstgegner herbeigewünscht. Nobody expects the Spanish inquisition.

Und nachdem ich mich anfangs nicht entscheiden konnte, ob ich diesen Radiergummi despektierlich finden soll, komme ich nun immer mehr zur Ansicht, daß ich auf jeden Fall einen brauche.
Wir sehen uns im Olympiastadion, ich freue mich.

_____
Tut mir leid wegen der vielen Links. Ich dachte, wer zwei Links hat, soll dem einen geben, der keinen hat.

Kommentare:

Zagorka hat gesagt…

Ok, Block 35.1.
Ist das jetzt fast gegenüber oder hinter dem Altar?

Anonym hat gesagt…

Mit einem Radierer radiert man Falsches, Fehler weg... und berichtigt: Man schreibt das Richtige hin.
Das tut B16 auch. Nein, der Ratzefummel ist nicht respektlos, er bringts auf den Punkt (wie B16).

Ich will auch einen, oder besser mehrere, wir haben einen Laden.

Bitte, wo?: info@marienlaedchen.de

lylan

Braut des Lammes hat gesagt…

Zagorka – meiner unmaßgeblichen Meinung nach leider gegenüber dem Altar. Für mich gibt die Montage der Altarinsel her, daß sich dahinter der Torbereich befindet – Block 35 liegt dagegen in der anderen Kurve.

Braut des Lammes hat gesagt…

Nachtrag: Zagorka, ja stimmt: der Altar ist im Westen, 35 im Osten.

Zagorka hat gesagt…

Liebe Braut, danke fürs Nachschauen. Was mich noch umtreibt - wenn ich mich an das Essen+Trinken-Mitbringen-Verbot halte - gibt es da wenigstens Getränke zu bekommen 8für geld oder gute Worte ;-)), oder muss man halt mehrere Stunden ohne durchhalten?

Braut des Lammes hat gesagt…

Liebe Zagorka: meines Wissens gibt es Anbieter vor Ort (deshalb auch das vage Gefühl, daß man durch durch das Verbot von Mitgebrachtem die lokale Wirtschaft stärken möchte.)

Braut des Lammes hat gesagt…

@Anonym: die Auslegung ist nett. Ich glaub, mich hat eher die Namensgebung verunsichert, mir war der Begriff nicht recht geläufig – wir nannten sowas allenfalls einen Raditzko). Zu Bezugsquellen vielleicht ganz einfach http://www.ratzefummel.eu/

Anonym hat gesagt…

Danke!

lylan

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