Dienstag, 13. September 2011

Gott sei für alles gepriesen – hl. Chrysostomus, Kirchenlehrer

In der Ikonographie der orthodoxen Kirchen wird der hl. Chrysostomus oft als einer in einer Trias heiliger Kirchenlehrer dargestellt, die man auch heilige Hierarchen nennt (die beiden anderen sind der hl. Basilius und der hl. Gregor). Da Chrysostomus Goldmund bedeutet, scheint es naheliegend, daß der Heilige immer in der (goldenen?) Mitte dargestellt wird. Seine letzten Worte beim Tod an körperlicher Erschöpfung nach Ausweisung und Deportation: „Gott sei für alles gepriesen!“

Dieses Gebet des Heiligen, zum Gebet vor dem Empfang der hl. Kommunion gedacht, finde ich schön. Es ist so voll vom Vertrauen auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes:
Gebieter und Herr, ich bin nicht würdig, daß du unter das Dach meiner Seele einkehrtest, Huldvoller, da du aber dennoch in mir leben willst, so wage ich es, vor dich zu treten: Du gebietest es, und ich öffne die Pforten, die du geschaffen, daß du eingehest, mein verfinstertes Gemüt zu erhellen. Ich glaube, du wirst es tun, denn als weinend die Sünderin zu dir kam, hast du sie nicht verstoßen, und den bußfertigen Zöllner wiesest du nicht zurück, wie auch den Räuber, welcher dein Reich erkannte und den Verfolger, da er dir die Buße darbrachte. Alle hast du angenommen und errettet. Alle, die Buße darbrachten und zu dir eilten, nahmst du auf in die Schar deiner Freunde, denn einzig du bist hochgelobt allezeit, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

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