Samstag, 13. August 2011

Samstag vor Mariä Himmelfahrt

Bei herrlichstem Wetter [1] habe ich heute Kräuter und Blumen für die Kräuterweihe gesammelt. Das macht wirklich total viel Spaß, außerdem kann man dabei ikonographischen Spielereien frönen, wie etwa, die Sträuße mit einem lapislazuliblauen Band zusammenzubinden. Seit der Kräuterweihe im vergangenen Jahr habe ich übrigens den wohl einzigen gesegneten und mit Weihwasser besprengten Marktkorb Berlins… :) – Dann hat auch noch die Angelusglocke darüber hingeläutet, es paßte alles.

Irgendwie zehre ich auch noch von der gestrigen Abendmesse. Der Zelebrant, ein kleiner agiler Priester im Ruhestand, strahlt immer soviel wirkliche Freude, Heiterkeit und Hingabe aus; immer wenn ich ihn sehe, denke ich, das ist ein wirklicher Priester Gottes! Auch feiert er, seit Krankheit und Sterben des Herrn Kardinals, die Messe immer in der Intention für ihn, das freut mich auch. Zur Messe radelt er todesmutig durch halb Berlin auf dem Drahtesel. (Ich glaub, er könnte auch in Grunzlauten sprechen, ich würde ihn immer noch ganz reizend finden.) Gestern hielt der Pfarrer nun im Hinblick auf das Evangelium Matthäus 19,11-12 eine Predigt über die Treue in der Berufung, jedes schlichte Wort glaubhaft und überzeugend, auch die Freude, die er daran hat.

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[1] Aber davon schweige ich lieber, mit der Aussage, daß mir dieser Sommer im großen und ganzen eigentlich gut gefällt, habe ich mich schon hinreichend unbeliebt gemacht. Ich mag wirklich jedes Wetter gern, leide aber in großer Hitze, deshalb bin ich froh, wenn es nicht so brüllheiß ist.

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