Donnerstag, 14. Juli 2011

Der Berg der Entschiedenheit


An das Zitat des Mönchsvaters Antonius Jeden Morgen sage ich zu mir, heute fange ich an, das nicht nur für das geweihte Leben eine große Bedeutung hat, mußte ich denken, als mir der folgende Dialog mit Theophan, dem Mönch, über den Berg der Entschiedenheit wieder vor Augen kam[1]:
„Wie lange bist du schon Mönch“, wollte ich wissen?
„Ein richtiger Mönch? Noch nicht lange. Ich habe allein fünfzig Jahre gebraucht, um den Berg der Entschiedenheit zu besteigen.“
„Sollte man zuerst sehen und dann entscheiden, oder entscheidet man zuerst und sieht dann?“
„Wenn ich dir einen Rat geben darf“, sagte er, „vergiß die Fragen und nimm den Berg unter die Füße“.
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[1] Ich feiere gerade ein Wiedersehensfest mit den Daten meines dauerhaft geschrotteten Computers, an die ich seit Allerheiligen nicht herankam.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Tolles Bild ... wo ist das?

Braut des Lammes hat gesagt…

Das ist das Heiligtum des hl. Michael (Sacra di San Michele) im Piemont, eine leider aufgelassene Benediktinerabtei auf dem Monte Pirchiriano. Teile des Bauwerks gehen bis ins fünfte Jahrhundert zurück. Ich mag das Bild auch.

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