Dienstag, 26. Juli 2011

Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen? Flüchtlinge in Ostafrika

Viele fragen sich angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika, was man – außer die Menschen und Helfer vor Ort durch das fürbittende Gebet zu unterstützen und zu tragen – tun kann.

Es gibt soviel Gutes in der Welt, von dem man manchmal nur eher zufällig erfährt (weshalb mir die Idee, täglich eine Nachrichtensendung zu bringen, die vom Guten in der Welt berichtet, eigentlich immer gefallen hat).

Vor kurzem bin ich auf den von einem hiesigen Priester gegründete Bartholomäusgesellschaft (ein eingetragener Verein) aufmerksam geworden, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Arbeit der Schwestern der Society of the Helpers of Mary in Äthiopien in Afrika zu unterstützen. Das heißt, jede Hilfe, die dem Verein – und damit den Schwestern – zuteil wird, erreicht die Menschen in Äthiopien unmittelbar.

Die Society der Helpers of Mary hat eine deutsche Ordensschwester, Sr. Anna Huberta Roggendorf, mitten im zweiten Weltkrieg in Indien gegründet. Sie war eine von drei leiblichen Schwestern, die alle bei den Töchtern vom Heiligen Kreuz eingetreten und in die Mission gegangen sind: Sr. Anna Huberta nach Indien, Sr. Anna Xaveria nach Pakistan, und Sr. Anna Maria Roggendorf nach Brasilien, wo sie im Alter von 94 Jahren immer noch wirkt.


Die von Sr. Anna Huberta gegründeten Schwestern, kurz Marys genannt, haben mittlerweile in Indien achtundvierzig Niederlassungen und in Äthiopien drei Stationen, in denen sie die Menschen in der Bekämpfung der schrecklichen Elephantiasiskrankheit, beim Brunnen- und Hausbau, in der Arbeit in Kindergärten und Schulen und bei der Versorgung von Flüchtlingen unterstützen. Gerade kommen unser Pfarrer und Pfr. Ernst Pulsfort, der den Verein gegründet hat, aus Äthiopien zurück, wo sie mehrere Wochen beim Aufbau des Lagers Lagaloumi geholfen haben.

Diese Stadt soll 6000 Menschen, die wegen der katastrophalen Dürre zwangsumgesiedelt und dort völlig sich selbst überlassen wurden, Aufnahme bieten. Dazu werden in einem ersten Schritt Häuser errichtet. Ein einziges solches Haus, das eine ganze Familie aufnehmen kann, kostet etwa 250 Euro. Herr Pfarrer Pulsfort hat es geschafft, für dieses Projekt bereits 120.000 Euro aufzutreiben – eine gewaltige Leistung; es fehlen den Menschen indes noch weitere 80.000 Euro. Mittlerweile unterstützt auch die Regierung das Projekt so gut wie möglich durch Hilfe beim Straßen- und Pumpenbau.



Die äthiopischen Christen gehören zu unseren ältesten Brüdern, die Schwestern helfen aber unterschiedslos jedem, der ihre Hilfe benötigt. Bei den Flüchtlingen in Lagaloumi etwa handelt es sich mehrheitlich um Moslems, die in den christlichen Westen des Landes vertrieben wurden. Wer etwas spenden kann und möchte und wissen will, was damit getan wird, überlege sich, ob er nicht einige Euro, und seien es noch so wenige, entbehren kann. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Hier steht, wie, und hier kann man sich direkt bei der Bartholomäusgesellschaft informieren. Bitte schließt auch die Schwestern und Helfer vor Ort in euer Gebet ein.

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