Donnerstag, 16. Juni 2011

Was kein Auge gesehen hat – hl. Lutgard, Jungfrau

…was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist; das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. {1 Kor 2,1)

Kein Auge hat es gesehen, und kein Ohr hat es gehört, und in keines Menschen Herz ist es gedrungen, * wie Großes Gott denen bereitet, die ihn lieben.
V: Uns hat Gott es enthüllt durch seinen Geist: * wie Großes Gott denen bereitet, die ihn lieben. (Responsorium zum Fest der hl. Lutgard)


Die hl. Lutgard von Tongern, auch Lutgard vom heiligsten Herzen genannt, steht nicht im deutschen Regionalkalender (zumindest die Zisterzienser haben natürlich ein Eigenfest). Da mein Weihetag aber auf das Fest der hl. Lutgard fällt, habe ich einen besonderen Bezug zu dieser Jungfrau, einer Mystikerin, die die Stille und Zurückgezogenheit über alles liebte, weshalb sie auch in ein Kloster übertrat, in dem sie die Sprache ihrer Mitschwestern nicht verstand.

Darstellungen in der Ikonographie zeigen sie entweder in Licht gebadet – wie das sehr schöne Gemälde Goyas – oder aber, wie Christus vom Kreuz herab die Heilige mit einem Arm umfängt. Die letztere Darstellung, die auch schön finde, geht auf eine frühe Vision zurück, die Lutgard hatte, als sie wegen eines Fiebers vom nächtlichen Chorgebet dispensiert war. In der Vision erschien ihr Christus und bat sie darum, aufzustehen, um für das Heil der Welt zu beten. Als sie eilends zur Kirche lief, sah sie dort wiederum Christus, am Kreuz hängend, mit der geöffneten Seitenwunde, und aus seinem Herzen floß „ein Strom geistlicher Kraft und Wonne“. Diese Vision prägte das Leben Lutgards für immer.







In ihrer Vita im Calendarium Benedictinum wird berichtet, daß die hl. Lutgard die Gabe hatte, die Mutlosen wieder aufzurichten und verhärtete Herzen zur Umkehr zu bewegen. Die Umkehr der Sünder war ihr ein so wichtiges Anliegen, daß sie sich mehrjährige Fasten (einmal sieben Jahre am Stück) auferlegte. Zugleich war sie aber der entschiedenen Ansicht, daß man den Körper durch Fasten und Buße nicht zugrunde richten oder schädigen dürfe, weil er für die Arbeit an den Seelen gebraucht wird. Über die letzten elf Jahre, in denen sie erblindet war, schreibt der Chronist: Dafür erstrahlte in ihrer Seele immer reiner und heller das ungeschaffene Licht, das sie dann am 16. Juni 1246 zur ewigen Beseligung ganz in sich aufnahm. An ihrem Totenbett bewahrheitete sich sofort die Voraussage der befreundeten Begine Maria: „Jetzt im Leben tut Ludgard Wunder an den Seelen, nach ihrem Hinscheiden wird sie solche auch an den Leibern vollbringen.“

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Kombiniere:
1. Heute ist das Fest der hl. Luitgard.
2. Dein Weihetag fiel auf das Fest der hl. Luitgard.
Ergo: Heute begehst Du einen Weihejahrestag.

Auf die Fürsprache der hl. Luitgard und aller Heiligen Dir Gottes Segen - und meinen Glückwunsch!

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, danke, ich hatte heute "zweijähriges". Vielen lieben Dank für die guten Wünsche und dein Gebet.

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