Sonntag, 26. Juni 2011

Führe uns, wohin wir streben, zum Licht – Fronleichnamsprozession in der Akademie

Eine richtig nette kleine Prozession zum Fronleichnamsfest hatten wir heute mittag in der Akademiekirche, komplett sogar mit Bläsern (wir werden immer besser!).

Wie wunderbar sind die Hymnen, die der hl. Thomas von Aquin – seinem Patrozinium ist die Akademiekirche geweiht – zu diesem Fest geschrieben hat, manchen könnte man lange betrachten:

Panis angelicus fit panis hominum
dat panis cælicus figuris terminum:
O res mirabilis!
Manducat Dominum
pauper servus et humilis.

Das Engelsbrot wird zum Brot der Menschen,
das himmlische Brot macht den Vorzeichen ein Ende.
O wunderbare Sache!
Es verspeist den Herrn
der arme und niedrige Knecht!


Einer der schönsten Momente ist für mich immer die gesungene Litanei vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, zumal, wenn der Zelebrant schön singt. Bei der Prozession mit einem Leuchter direkt neben dem allerheiligsten Sakrament einherzugehen, ist auch ein wunderbarer Dienst. In der Kathedrale haben wir aufgrund der besonderen baulichen Situation in jeder heiligen Messe in der Oberkirche diesen Dienst – den ich eben darum auch sehr gerne verrichte – bei einer festlichen Prozession mit Bläsern und Gesang hat man aber einfach noch mehr Zeit und Ruhe: Christus, du Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Erleuchte unser Herz mit dem Licht des Glaubens und entzünde es mit dem Feuer deiner Liebe.


Ein Gedanke, der die Sakramentsprozessionen auf der ganzen Welt verbindet, unabhängig davon, wie klein oder wie pompös sie sein mögen, sie sind alle bedeutend und wichtig. Dasselbe gilt für den Segen – in jeder heiligen Messe erteilt der Zelebrant den Segen. Wenn er es aber wie beim sakramentalen Segen über den Ort und die Stadt tut, auf daß der Segen Christi auf uns herabkommen und uns begleiten möge, ist es wirklich ergreifend, genau davor zu knien.

Segne unsere Felder und Wälder, die Stätten der Arbeit, des Denkens und des Lernens und verleihe Wachstum, Gedeihen und eine gute Ernte. – Alles Wünschen, Trachten und Hoffen in den Fürbitten ist in dem schönen Satz aus dem Hymnus Sacris solemniis des hl. Thomas zusammengefaßt:
Te, trina Deitas unaque, poscimus:
Sic nos tu visita, sicut te colimus;
per tuas semitas duc nos, quo tendimus,
ad lucem, quam inhabitas.

Dich, dreifache und eine Gottheit, bitten wir:
Besuche du uns so, wie wir dich verehren,
auf deinen Wegen führe uns, wohin wir streben,
zum Licht, in dem du wohnst.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...