Montag, 27. Juni 2011

Bild des Tages – Siebenschläfer


Fast vergessen – heute ist ja Siebenschläfer. Da das Wetter durchaus schön ist und nicht zu heiß, wäre es durchaus erstrebenswert, wenn es anhält.

Das Gedächtnis der Siebenschläfer – den sieben heiligen Schläfern – geht auf eine Überlieferung (unter anderem in der Legenda aurea) zurück, über sieben junge Männer, die Maximilian, Iamblicus, Martinian, John, Dionysius, Exacustodianus (Konstantin) und Antoninus hießen. Sie lebten Mitte des dritten Jahrhunderts, während der Herrschaft des Decius. Als dieser Ephesus besuchte, erging ein Erlaß an alle Bürger, entweder den Göttern zu opfern oder den Tod zu erleiden. Die sieben jungen Männer, Christen, flohen aus der Stadt und verbargen sich in einer Höhle auf dem Berg Ochlon, wo sie fasteten, beteten und sich auf das Martyrium vorbereiteten. Kaiser Decius, als er davon erfuhr, ordnete an, daß der Eingang zur Höhle mit Felsbrocken verschlossen werde, um die Eingeschlossenen verdursten und verhungern zu lassen.

Die Überlieferung berichtet weiterhin, daß es unter der Herrschaft Theodosius des jüngeren, als die Christen nicht mehr verfolgt wurden, zu einem theologischen Disput über die Auferstehung der Toten gekommen sei. Da der Landbesitzer, dem der Grund gehörte, auf dem die Höhle lag, diese in einen Viehstall umbauen wollte, öffnete man das Grab und fand die jungen Männer nur schlafend vor.

Erwacht, wurden sie dessen, daß über 184 Jahre vergangen waren, erst gewahr, als Iamblicus, einer der jungen Männer, in die Stadt ging und etwas Brot kaufen wollte. Dort hörte er, wie die Bürger der Stadt den Namen Jesus frei und offen aussprachen; auch waren überall Kreuze zu sehen. Man brachte den verwirrten Iamblicus zum Bischof, der sich im Gespräch mit allen sieben Männern von dem Wunder überzeugte. Auch Kaiser Theodosius, der ebenfalls an der Auferstehung zweifelte, fuhr nach Ephesus, um das Wunder zu sehen. Den jungen Männern erlaubte man, in die Höhle zurückzukehren, wo sie wiederum einschliefen, diesmal für immer. Über der Höhle ließ Kaiser Theodosius eine Kirche errichten.

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