Samstag, 4. Juni 2011

7. Sonntag der Osterzeit – für alle, die du mir gegeben hast

Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. (Joh 17, 10-11)

Empfange das Stundenbuch der Kirche. Das Lob Gottes und das Gebet für das Heil aller Menschen sei allezeit dein Dienst. – Mit diesen Worten übergibt der Bischof bei der Weihe der Consecranda das Stundenbuch; die Kirche sagt über die Jungfrauen: Sie preisen den himmlischen Vater ohne Unterlaß und treten ein für das Heil der ganzen Welt.

Betet ohne Unterlaß, mahnt der Apostel die Christen. Im irdischen Leben Jesu finden wir immer wieder bewegende Situationen des Gebets – drei Tage im Tempel, dem Haus seines Vaters, vierzig Tage in der Wüste, um zu beten und zu fasten. Oft verläßt er die Jünger, um sich in die Einsamkeit zum Gebet zurückzuziehen, an das andere Ufer eines Sees oder auf einen Berg. Das Gebet am Ölberg, das Gebet während der sechs Stunden, die er am Kreuz hing. Ich und der Vater sind eins, darauf hat Jesus verwiesen. Nun spricht er: Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.

In diesem innigen und wunderbaren Gebet zum Vater vertraut Jesus ihm die Kirche an: Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. So sollen auch wir beten, für alle die uns anvertraut sind, die Gott uns gegeben hat, wie die hl. Teresia Benedicta vom Kreuz in ihrem Testament geschrieben hat: Daß keines von ihnen verlorengehe.

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