Mittwoch, 4. Mai 2011

Nur für heute: Joh 3, 16-18


Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.

aus dem heutigen Tagesevangelium Joh 3, 16-18, Hervorhebung von mir


Zu diesen Worten des hl. Johannes ist mir zweierlei in den Sinn gekommen. Zum einen die Lehre von der Heilsnotwendigkeit der Kirche (über die ich wirklich noch nie eine Predigt oder eine Katechese gehört habe). Es werden und sind nicht die gerichtet, die vom einzigen Sohn Gottes und seinem Namen – der an sich schon ein Glaubensbekenntnis ist: Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser – ohne eigenes Zutun nichts wissen und deshalb nicht glauben, oder wie es die Kirche ausdrückt, „die ohne ihre Schuld nicht zur sichtbaren Kirche gehören“. Lumen Gentium bringt dies noch einmal ganz klar zum Ausdruck:
Christus allein ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat, hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum können Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen.

Gemeint sind die, die wissen und erkennen können wo das Licht ist, es aber scheuen. Wer also die Möglichkeit hatte, zu erkennen, daß sich in Jesus Christus das Heil offenbart hat und trotzdem nicht daran glauben will, ist schon gerichtet, das heißt, allein die Tatsache, daß er nicht glaubt, obwohl er hätte glauben können, trägt schon seine Strafe in sich. Josef Bordat bringt dazu ein Zitat des Kirchenvaters Chrysostomus:
Der Unglaube selbst ist die Strafe des Uneinsichtigen. Denn es ist in sich selbst die größte Strafe, außerhalb des Lichtes zu sein.

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