Sonntag, 8. Mai 2011

Maria, Mutter des Erlösers, Mutter der Kirche

Heilige und makellose Jungfrau Maria, ich weiß nicht,
wie ich dich loben soll. Ihn, den die Himmel nicht fassen
können, hast du in deinem Schoß getragen. (Responsorium)
Christus setzte dort zuerst das Heilmittel der Erlösung an, wo die erste Verwundung geschah: Er stieg seinem Wesen nach in den Schoß der Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen … Schon damals bewirkte Christus unser Heil in der Mitte der Erde, das ist im Schoße der Jungfrau Maria, die wegen ihrer wunderbaren Eigentümlichkeit die Mitte der Erde genannt wird.

Denn auf Maria, den Mittelpunkt, die Arche Gottes, die Ursache der Dinge, das Interesse aller Zeiten, blicken die Bewohner des Himmels und die Bewohner im Reich des Todes, unsere Vorfahren, wir und jene, die nach uns kommen, deren Kindeskinder und deren Nachkommen: jene im Himmel, damit sie durch die Auferstehung des Fleisches vollendet werden, und die im Reich des Todes, damit sie errettet werden; die Vorfahren, weil die Propheten als wahr befunden werden; die Nachkommen, damit sie zur Herrlichkeit gelangen. Ja, selig werden dich preisen alle Geschlechter, Gottesgebärerin, Herrin der Welt, Königin des Himmels! Alle Geschlechter sage ich! Es gibt nämlich Geschlechter des Himmels und der Erde. Der Vater der Geister ist es, sagt der Apostel, „nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden benannt wird“. Deshalb werden dich also selig preisen alle Geschlechter, weil du allen Geschlechtern das Leben und die Herrlichkeit geboren hast. (aus einem Sermo des hl. Bernhard von Clairvaux zum Pfingstfest)

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