Montag, 9. Mai 2011

Ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit – 49 koptische Märtyrer seit Januar 2011


Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit. (Weish 3, 1-4)

Über die eigenartige Weise wie hier in Deutschland über das Leben und Sterben der Kopten in Ägypten Bericht erstattet wird, hatte Josef Bordat in seinem Beitrag Dumme Nachricht über die die Schlagzeile der Tagesschau Neue Gewalt zwischen Kopten und Muslimen in Ägypten ja schon hingewiesen. Vielerorts, zum Beispiel auch bei Wikinews, wird getextet: „Bei Straßenschlachten zwischen Kopten und Moslems kamen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zwölf Angehörige beider Konfessionen ums Leben, 230 Menschen wurden verletzt.“ Man beachte die nivellierende Form, die unterbliebene Erwähnung, von wem die Aggression ausging und die Nennung der Kopten jeweils an erster Stelle. Erlaube, die Kopten haben gar nichts gemacht: sie sind einfach nur da – und selbst das ist offenbar zuviel.

Ein Gastbeitrag auf dem Blog Kopten ohne Grenzen berichtet über die große Unterschiedlichkeit in der Definition bzw. des Bedeutungsgehalts solch elementarer Begriffe wie Respekt, Ehre und Märtyrer in den beiden Religionen. Zenit wiederum bringt ein weiteres Mal auf den Punkt, wie es sich in Wahrheit verhält: Ägypten: Mindestens 49 Kopten sterben seit Januar 2011 wegen ihres Glaubens eines gewaltsamen Todes.

Fassen wir zusammen: In Ägypten werden Christen wegen ihres Glaubens ermordet, aber die Welt als solche kümmert es nicht. Wir jedoch wissen: das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.

Maria, Königin der Märtyrer, bitte für sie.
Ihr Märtyrer, bittet für uns.

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Bild: Martyrium des hl. Dionysius auf dem Montmartre, dem Berg der Märtyrer.

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