Sonntag, 1. Mai 2011

Happy Quasimodo Day alle zusammen!

Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude, da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil. (aus der 2. Lesung des Sonntags, 1. Petr 1, 8-9)

Der 2. Sonntag der Osterzeit wird seit alters her Weißer Sonntag (Dominica in albis) oder mit dem älteren Bezeichnung nach seinem Introitus Quasimodogeniti genannt. Die orthodoxe Kirche nennt den Oktavtag von Ostern – der in diesem Jahr, da das Osterfest zum selben Termin gefeiert wird natürlich ebenfalls auf denselben Tag fällt –, Antipascha oder Sonntag des hl. Thomas. Heute morgen in der Seligsprechung nannte (wenn ich mich recht erinnere) der kommentierende Dominikaner den Sonntag versehentlich einfach nur „Quasimodo“.


Introitus des Sonntags Quasimodogeniti aus dem Petrusbrief – Wie neugeborene Kinder, Halleluja, verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.

Ein schönes Bild aus dem Teil der Seligsprechung, den ich gesehen habe: die frühere Haushälterin des sel. Johannes Paul II., Sr. Tobiana Sobodka, und die französische Ordensschwester Marie-Simon Pierre, die auf seine Anrufung hin durch ein Wunder geheilt wurde, tragen zusammen das Reliquar mit dem Blut des Seligen vor den Heiligen Vater.

Zwischendurch hat es auch im Fernsehen ganz gut geklappt mit der Berücksichtigung der Tatsache, daß jemand durch die Seligsprechung der Kirche nicht etwa in dem Moment selig wird und dann kommt jemand, vielleicht der hl. Petrus, mit den Schlüsseln des Himmels in der Hand und läßt denjenigen hinein, sondern daß die Kirche nur etwas formell feststellt, was schon ist: Der Seliggesprochene hat heroische Tugenden geübt, ein vorbildliches christliches Leben geführt und die Anschauung Gottes in der Vollendung erreicht.
Brüder und Schwestern! Habt keine Angst, Christus aufzunehmen und seine Herrschergewalt anzuerkennen! Helft dem Papst und allen, die Christus und mit der Herrschaft Christi dem Menschen und der ganzen Menschheit dienen wollen!

Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus! Öffnet die Grenzen der Staaten, die wirtschaftlichen und politischen Systeme, die weiten Bereiche der Kultur, der Zivilisation und des Fortschritts seiner rettenden Macht! Habt keine Angst! Christus weiß, „was im Innern des Menschen ist“. Er allein weiß es!

Heute weiß der Mensch oft nicht, was er in seinem Innern, in der Tiefe seiner Seele, seines Herzens trägt. Er ist deshalb oft im Ungewissen über den Sinn seines Lebens auf dieser Erde. Er ist vom Zweifel befallen, der dann in Verzweiflung umschlägt. Erlaubt also – ich bitte euch und flehe euch in Demut und Vertrauen an –, erlaubt Christus, zum Menschen zu sprechen! Nur er hat Worte des Lebens! (aus der Ansprache zum Antritt des Pontifikats am 22. Oktober 1978)

Kommentare:

.U. hat gesagt…

Weißt du, wie die andere Ordensschwester heißt?

Braut des Lammes hat gesagt…

Sr. Tobiana Sobodka, ich habe das im Artikel nachgetragen.

.U. hat gesagt…

Danke. Wie findest du eigentlich diese Reliquie? Ich finde sie leicht geschmacklos, irgendwie fehlt mir da ein bisschen der Bezug zu.

Braut des Lammes hat gesagt…

Hm. Meinst du jetzt die Art der Reliquie, also deren Materie? – Etwas allgemeines zu meinem Verhältnis über Reliquien hatte ich in zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen schon mal hier
http://brautdeslammes.blogspot.com/2010/03/reliquien-was-uns-auch-mit-den-heiligen.html
und hier
http://brautdeslammes.blogspot.com/2010/03/beruhrungsreliquien.html
geschrieben. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr Beziehung zu Reliquien bzw. dem Wunsch, eine zu haben, bekommen.

.U. hat gesagt…

Ich maile es, wird ausführlicher.

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