Donnerstag, 14. April 2011

Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat…

…und was mir zwischen den Vorbereitungen für die heilige Woche – rotes Band und Säume für violette Tücher, Palmweihe, blühenden Zweigen, Kreuzschmuck, einer Gartenschere („Kein Borger sei und auch Verleiher nicht“? – Quatsch! „Denn wer zwei Gartenscheren hat, soll dem eine geben, der keine hat.“), Ministrantengewändern, nicht-vorhandenen Reisigbesen, Zigarettenstummeln im vorderen und Laub im inneren Hof, Ölgefäßen, Brennpaste, Holzscheiten und Osterlämmern – mittendrin auf einmal in den Sinn gekommen ist:


(Entschuldigung! Hasen sind für die Speisensegnung in der Osternacht wohl ohnehin ungeeignet… ;P)

Der Titel des Beitrags ist trotz des etwas flapsigen Bildes eigentlich ganz angemessen. Der Satz des hl. Apostels heißt …was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist; das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Rote Bänder, Palmzweige und Reisigbesen klingen vielleicht nicht nach großen Dingen, „die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“. Sie sind es aber doch, wenn man sich um Gottes willen (buchstäblich) mit ihnen beschäftigt. Sowohl die kleine als auch die große heilige Theresa waren der Ansicht, daß man – auf das Aufgezählte übertragen – Gott auch zwischen roten Bändern (die jetzt doch grüne werden, sämtliche verfügbaren Rottöne waren scheußlich) und blühenden Zweigen (bei deren „Ernte“ ich mich zugleich selbst gewässert habe) finden kann, und daß es sogar möglich ist, einen Sünder zu bekehren, indem man aus Liebe zu Gott auch nur eine Stecknadel aufhebt.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...