Montag, 25. April 2011

Speisensegnung in der Osternacht

Zu unserer Osternachtsfeier gehörte auch in diesem Jahr wieder eine Speisensegnung – die erst zweite größeren „Umfangs“ überhaupt, bei der ich dabei war (die andere war vor Jahren in einem Kloster. Dabei ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, daß ein größerer Teil des Konvents wegen unfreiwilliger Komik zwischendurch abwechelnd hinausgehen mußte, um sich draußen auszulachen).

Bei unserer Speisesegnung gab es jedenfalls soviele Speisen zu segnen, daß gleich mehrere Meßdiener zeremoniell Tablett und Tisch herbei- und hinwegtrugen. Neben wunderschönen Eiern mit Ikonenbildern drauf, Osternestern, einer Colomba und Lämmchen gab es auch etwas, was mir als Süddeutscher bisher noch nicht begegnet ist: ein russischer Osterkuchen (Kulitsch), besonders hoch aufgegangen und mit einer brennenden Kerze, die die Auferstehung symbolisiert – der braune Leib des Kuchens steht für Golgotha. Ganz oben kann statt Puderzucker auch Zuckerguß sein. Hier bei Arte wär ein Rezept.

Nach dem Gottesdienst habe ich dann vor der Sakristei das erste Lamm meines Lebens geschlachtet (natürlich war es aus Teig, sonst hätte ich das nie gebracht). Immerhin: alle anderen schreckten davor zurück: „Hach! Ich kann das gar nicht sehen!“ Also wirklich, Leute – Gummibären den Kopf abzubeißen ist auch nicht besser! ;)

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