Donnerstag, 17. März 2011

…und laß mein Rufen zu dir kommen – Japan


Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Laß mein Gebet zu dir dringen, wende dein Ohr meinem Flehen zu!
Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
Ich bin zu den Toten hinweggerafft wie Erschlagene, die im Grabe ruhen; an sie denkst du nicht mehr, denn sie sind deiner Hand entzogen.
Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, tief hinab in finstere Nacht.
Schwer lastet dein Grimm auf mir, all deine Wogen stürzen über mir zusammen.
Die Freunde hast du mir entfremdet, mich ihrem Abscheu ausgesetzt; ich bin gefangen und kann nicht heraus.
Mein Auge wird trübe vor Elend. Jeden Tag, Herr, ruf ich zu dir; ich strecke nach dir meine Hände aus.
Wirst du an den Toten Wunder tun, werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?
Erzählt man im Grab von deiner Huld, von deiner Treue im Totenreich?
Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?
Herr, darum schreie ich zu dir, früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin. (Psalm 88, 2-14 – Gebet in großer Verlassenheit und Todesnähe, auch freitags zur Komplet)

Hier einige Heilige, fast alle heilige Märtyrer, die man in dieser Zeit der Bedrängnis in Japan verstärkt um ihre Fürsprache anrufen kann.

P. Franz Xaver, SJ – Missionar in Japan
„Ich werde Ihnen niemals beschreiben können, was ich den Japanern verdanke; denn unser Herr gab mir um ihretwillen eine tiefe Einsicht in die Abgründe meines Innern.“
(Brief an Ignatius von Loyola)


hll. Paul Miki und Gefährten – Märtyrer in Nagasaki


„Gern würde ich für die Sache der Unbefleckten Gottesmutter zu Asche verbrennen.
Möge sie sich über die ganze Welt verteilen und nichts davon zurückbleiben."

Und natürlich P. Maximilian Kolbe OFM, der als Franziskanermissionar nach Japan ausgesandt wurde, wo er wo er beim Aufbau von Klöstern und der Verbreitung der Militia Immaculatae mithalf. Für diese baute er eine Druckerei auf. Ein Leser im Kommentarbereich von Father Z. weist darauf hin, daß P. Kolbe seine Mission in Hiroshima – unter völliger Mißachtung des Feng-shui – auf der „falschen“ Seite des Berges erbaute. Jahre später blieb sie eben deswegen von der Explosion der Atombombe verschont. Sicher ist P. Kolbe ein machtvoller Fürsprecher in dieser Situation; die Gebete der heiligen Märtyrer haben eine gewaltige Kraft. Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.

Kommentare:

.U. hat gesagt…

Franz Xaver ein Märtyrer? Das bezweifle ich.

Dorothea hat gesagt…

Wunderbar, ich wußte nicht, daß es Pater Kolbe war, der die Mission auf der "falschen Seite" des Berges baute.

Johannes hat gesagt…

Stimmt, der heilige Maximilian wird meistens nur mit seinem Heimatland Polen in Verbindung gebracht. Danke für die Auffrischung.

@ .U. Auf jeden Fall ein heiliger Pionier der ersten jesuitischen Stunde, der zur Verfügung stand und sich schwer aufgerieben hat. Das dürfte reichen, finde ich.

Braut des Lammes hat gesagt…

Danke für den Hinweis, bei Franz Xaver hatte ich mich in der Tat geirrt, es war mir, als wäre er nach seinem Einsatz in Japan in China gewaltsam zu Tode gekommen. Daß er seine Gesundheit in der Mission aufgerieben hat, steht wohl wirklich außer Frage.

Braut des Lammes hat gesagt…

Eine Ergänzung zu diesem Blogbeitrag und dem Bild oben links in der Ecke neben dem Psalm findet man bei Oremus. Das Bild stellt P. Peter Kassui Kibe SJ und seine 187 Gefährten, selige Märtyrer, dar:
http://zeitzubeten.org/2011/03/18/update-3-zu-gebetswache-japan-heilige/#comment-3756

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